#standwithukraine

Ein Wochenende im Baltikum

Dieses Geocaching bringt uns ja immer wieder in Ecken, in denen wir noch nicht waren. Man überlegt eigentlich ständig, wo man noch  gerne hinwollen würde, welche Gegend einen interessiert, welches Bauwerk, welche Sehenswürdigkeit.

Schon vor einiger Zeit hatte ich mir in den Kopf gesetzt, daß ich irgendwann mal nach Riga will. Warum? Keine Ahnung. Irgendwann gab es dann auch mal einen Bericht im Geocaching-Magazin. Und wie das halt so ist, fand ich irgendwann einen günstigen Flug. Ab Frankfurt. Also die übliche Whatsapp-Konferenz gestartet und kurz durchgefragt. Der Termin war schnell klar, die Reisegruppe auch. Der Flug wurde kurzfristig (weil noch günstiger) von München gebucht statt von Frankfurt. Der Unterschied bei der Anfahrt ist aber von Stuttgart aus minimal.

FTF

Also ging es Freitag morgens um halb 6 in Stuttgart los. In München geparkt, mit der S-Bahn zum Flughafen, das TB-Hotel besucht und aufs Boarding gewartet. Das Übliche eben. Beim Boarding dann wies mich der Airbaltic-Mitarbeiter darauf hin, daß mein Personalausweis abgelaufen wäre. Na ja, solange die mich trotzdem fliegen lassen… 🙂

Nach grob 2:30 in einer Dash 8 landeten wir in Riga. Direkt am Flughafen sollte es eine Small-Dose geben, in die ich meine mitgebrachten Trackables legen konnte. Der Small entpuppte sich als Petling und so blieben die Coins in der Tasche.

Mit dem Mietwagen ging es zu unserer Unterkunft, die mitten in der Altstadt lag. Die Anfahrt ansich war kein Problem. Der Verkehr und die (Haupt-)Straßen unterscheiden sich nicht so wahnsinnig von Deutschland.Und wir hatten auf der Fahrt noch einen FTF 🙂

Allerdings scheinen die lettischen Verkehrsplaner zwei Fetische zu haben:

1. Sie lieben Abbiegeverbote. Es ist grundsätzlich verboten, in die Richtung abzubiegen, in die man will. Man lernt also unweigerlich die Stadt kennen, weil man ständig drumrum fährt.

2. Gebührenpflichtige Parkplätze. Quasi in jeder Straße kosten die Parkplätze zu verschiedenen Zeiten andere Beträge. Wenn man aber mal weiß, wann man wo parken will und dieses Wissen einigermaßen schlau einsetzt, geht es. Parken in Riga ist allerdings nicht gerade günstig und mit deutschen Großstädten vergleichbar (2-3 Euro/Stunde). Gratis parken kann man meist unter der Woche ab 20 und am Wochenende ab 17 Uhr (bis morgens 8 bzw. 9 Uhr).

Cachenderweise kann man in der Altstadt von Riga nahezu alle Sehenswürdigkeiten wie den Dom abklappern und so die Stadt näher kennenlernen. Außerdem fand ich es interessant, etwas über die die Geschichte der Liven zu erfahren. Die Dosen sind typische Innenstadtcaches: Meistens Micros, ab und an auch mal kreativer als eine Filmdose. Am Nationaltheater gibt es dann aber auch einen Cache, der zwar nicht gerade schön versteckt ist, aber Platz für TBs und Coins bietet.

Am Rande der eigentlichen Altstadt sieht man dann auch bspw. in der Elizabetes iela die Jugendstilhäuser, für die Riga berühmt ist. Ein Multi zeigt einem hier einige wirklich schöne Häuser. Ein Muß ist auch der Besuch des Freiheitsdenkmals, an dem man einen Earthcache loggen kann.

Zum Abendessen gings in ein Restaurant mit typisch lettischer Küche. Das bedeutet bodenständiges Essen, das satt macht und gutes Bier. Getestet haben wir auch Birkensaft, der in Lettland wohl von sehr vielen Menschen getrunken wird. Der erste Schluck war – weil eiskalt – erfrischend. Der zweite war dann nicht mehr so lecker. Aber gut, probieren muß man schon mal. Das nachfolgende Bier entschädigte.

Am Samstag starteten wir dann mit einem Besuch des Zentralmarktes, der aus ehemaligen Luftschiffhallen besteht. Selbst wenn man nichts kaufen will, lohnt sich ein Besuch. Für uns lag der Markt auf dem Weg zum Ufer der Düna, an dem wir an diesem Tag an einem Flashmob-Event teilnahmen.

Danach wurde es für uns geschichtlich interessant: Wir besuchten das Lettische Kriegsmuseum, das netterweise auch eine Letterbox beherbergt. Ja, richtig gelesen! Die große, passenderweise in einer Munitionskiste untergebrachte, Letterbox befindet sich im Museum, direkt in die Ausstellung integriert. Der Eintritt zum Museum ist gratis. Leider ist die Ausstellung nur auf lettisch, aber man versteht eigentlich immer, um was es geht.

Nach soviel Informationen und Action wurde es etwas ruhiger. Bei strahlendem Sonnenschein relaxten wir eine Stunde in einem Teehaus. Das Teehaus Apsara liegt in einem kleinen Park am Rigaer Kanal. Man kann unzählige Teesorten aus aller Welt genießen, Kekse oder Kuchen essen und einfach mal abschalten. So standen wir also an der Theke und ich orderte „Peppermint tea, two of these cookies and… ehm, can I try Mandarins?“. Mein Gegenüber grinste und überreichte mir eine Regulardose 🙂

Ein Lost Place auf der Tour mußte sein. Die Zeit war knapp, aber nachmittags war einer eingeplant. Leider sah die Location auf den Fotos im Listing wesentlich größer aus. Also wurde noch ein kleiner Bunker gesucht und gefunden. Von den Stechmücken im Wald mal abgesehen war der Bunker okay. Immerhin erhöht sich so meine „Caches in Bunkern“-Liste auf 5 Länder.

Irgendwann meldete sich der Hunger. Also gings nochmal in die Altstadt, auf der Suche nach Essen. Im Artikel des Geocaching-Magazins wurde ein Pfannkuchenrestaurant empfohlen. Leider hatte es um 21 Uhr geschlossen. Den Abend ließen wir dann in einem Mittelalterrestaurant ausklingen, bevor wir randvoll zurück in die Ferienwohnung rollten.

Unseren letzten kompletten Tag, den Sonntag, nutzen wir für eine Baltikum-Rundreise. Morgens ging es nach Süden, um Litauen einen Besuch abzustatten. Die Fahrt zieht sich ordentlich, weil die Straßen halt doch keine Autobahnen sind, auf denen man 180 fahren kann. Aber das Wetter war schön und so war das kein Problem. Die Tour wurde gekürzt und der südlichste Punkt wurde der Berg der Kreuze mit seinem Cache. Auf jeden Fall beeindruckend!

Damit war Litauen erledigt und es ging über Riga nach Norden. Estland „erinnerte“ mich irgendwie an Finnland. Oder sagen wirs so: So hatte ich mir Finnland immer vorgestellt. Wälder, lustige Ortsnamen und so. Wir suchten unter anderem einen der ältesten estnischen Caches.

Den Abschluß bildete ein kleiner Ausflug in die Ostsee. In Pärnu gibt es 2 Molen, die je grob 800 Meter in die Ostsee gehen. Und ein Scherzkeks hat (natürlich!) ans Ende der einen eine Dose gelegt. Nach Betrachten der Fotos im Listing hatte ich so meine Bedenken. Aber die Steine waren nicht glitschig und so weit wars dann doch nicht. Die Dose war nicht der Rede wert, sie hat ihren Sinn erfüllt, indem sie uns an diesen Ort geführt hat.

Das wars dann im „Schnelldurchlauf“. Es hat sich gelohnt, sich die Stadt Riga anzuschauen und auch Abstecher in die Nachbarländer zu machen. Beim nächsten Mal würde ich mich aber gerne mehr auf Lost Places konzentrieren, die es hier dank abgezogener Roter Armee zahlreich gibt. Allerdings brauchen LPs halt Zeit, mehr Wechselklamotten, Taschenlampen und ggf. Klettersachen.

Fünfeinhalbtausend Funde

Nachdem ich bei 500, 1000, 1500, 2000, 2500, 3000, 3500, 4000, 4500 und 5000 Funden gebloggt habe, gibts hier wieder einen kleinen Rückblick über die Geocaches, die mir unter den letzten 500 gut gefallen haben.

Nummer 5500 war übrigens ein interessanter Earthcache an einem Tagebau.

Diese Aufstellung ist natürlich absolut nicht sortiert oder gar vollständig. Alle diese Caches blieben mir in irgendeiner Art besonders in Erinnerung.

uwe763 – Ich bin BaWü-Cacher!

Dies ist Teil einer Interview-Serie mit Cachern aus Baden-Württemberg.

  1. Wie ist dein Username?
    Ich bin uwe763.
  2. Wie lange bist du schon Geocacher?
    Seit November 2011.
  3. Wie bist du zum Geocaching gekommen?
    Durch eine Freundin meiner Freundin.
  4. Wie viele Caches hast du bisher gefunden?
    190.
  5. Wo liegt deine Homezone (Landkreis)?
    Karlsruhe.
  6. Welcher Cache gefällt dir am besten und warum?
    Die meisten haben was Schönes.
  7. Welcher Cache hat dir gar nicht gefallen und warum?
    Hm, kann ich jetzt auch nix dazu sagen.
  8. Welches war dein verrücktestes Erlebnis beim Geocachen?
    Noch kein Highlight welches erwähnenswert wäre.
  9. Was magst du am Geocachen?
    Die Natur, das Neue entdecken.
  10. Was magst du nicht am Geocachen?
    Hundehaufen.
  11. Was hast du beim Dosensuchen immer dabei?
    Geologger.
  12. Interessieren dich Trackables?
    Am liebsten nur discovern.
  13. Verwendest du nur Geocaching.com oder nutzt du auch noch andere Geocaching-Sites?
    Nur geocaching.com.
  14. Welches ist dein liebster Cachetyp?
    Multi.
  15. Verwendest du einen GPSr oder ein Smartphone?
    Garmin Dakota 20.
  16. Wie wichtig sind dir Meilensteine und weißt Du schon, welchen Cache du an deinem nächsten machen willst?
    Ganz nette Idee, aber nicht soooo wichtig.
  17. Ist dir Statistik wichtig?
    Ab und zu schon sehr interessant.
  18. Hast Du eine eigene Website?
    Nein.
  19. Gibt es eine Website die du im Zusammenhang mit Geocaching weiterempfehlen willst?
    Facebook Gruppen aus Baden.
  20. Dein Tip für Leute, die mit dem Geocaching anfangen wollen?
    Sich am Anfang einer Gruppe anschliessen.

PaulaPotts – Ich bin BaWü-Cacher!

Dies ist Teil einer Interview-Serie mit Cachern aus Baden-Württemberg.

  1. Wie ist dein Username?
    Ich bin PaulaPotts.
  2. Wie lange bist du schon Geocacher?
    Seit Sommer 2009.
  3. Wie bist du zum Geocaching gekommen?
    Durch das Buch vom Hoecker.
  4. Wie viele Caches hast du bisher gefunden?
    Um die 3700.
  5. Wo liegt deine Homezone (Landkreis)?
    Stuttgart/Esslingen/Böblingen.
  6. Welcher Cache gefällt dir am besten und warum?
    Das bislang schönste Final ist für mich 6000.. und jetzt…!? – da war ich platt.
  7. Welcher Cache hat dir gar nicht gefallen und warum?
    Jegliche siffige Filmdose an einer unwichtigen Location.
  8. Welches war dein verrücktestes Erlebnis beim Geocachen?
    Auf dem Flughafen Hannover ins Lost&Found-Büro zu gehen und sich den Cache geben zu lassen.
  9. Was magst du am Geocachen?
    Draußen im Wald zu sein, den Hund dabei zu haben, ein Ziel zu haben. Und natürlich die vielen wunderbaren Rätsel im Vorfeld zu lösen.
  10. Was magst du nicht am Geocachen?
    Suche unter Aufsicht, innerorts, im Wohngebiet.
  11. Was hast du beim Dosensuchen immer dabei?
    Mein Garmin und einen Stift.
  12. Interessieren dich Trackables?
    Begrenzt. Eigentlich nur um sie über größere Strecken (in den Urlaub, aus dem Urlaub) mitzunehmen.
  13. Verwendest du nur Geocaching.com oder nutzt du auch noch andere Geocaching-Sites?
    Geocaching.com und opencaching.de – es gibt in unserer Gegend auch schöne OC-Caches.
  14. Welches ist dein liebster Cachetyp?
    Mystery!!! Tradis und Multis nur als Beifang oder falls gerade keine Mysterylösungen auf Halde liegen.
  15. Verwendest du einen GPSr oder ein Smartphone?
    Irgendwie stelle ich mich mit meinem alten Samsung so dappich an dass ich da gar nichts finde – also fast nur GPSr.
  16. Wie wichtig sind dir Meilensteine und weißt Du schon, welchen Cache du an deinem nächsten machen willst?
    ch versuche zu jedem vollen „Hunderter“ einen schönen Mystery zu loggen. In 7 Dosen ist es wieder so weit – ich brauche also noch einen Plan für morgen.
  17. Ist dir Statistik wichtig?
    Ich bin generell ein Statistikfan und drum auch beim Cachen – meine Profilseite wird ca. einmal in der Woche neu generiert. Wichtig war die Statistik „mehr gefundene Mysterys als Tradis“.
  18. Hast Du eine eigene Website?
    Nein. Ich habe keine Zeit, muss cachen.
  19. Gibt es eine Website die du im Zusammenhang mit Geocaching weiterempfehlen willst?
    Kryptographiespielplatz. Die habe ich schon so oft gebraucht.
  20. Dein Tip für Leute, die mit dem Geocaching anfangen wollen?
    Lasst Euch von ein paar Fehlschlägen nicht entmutigen. Man kann das nicht theoretisch lernen. Für meine ersten Dosen habe ich fast immer 2 Anläufe gebraucht.