Lösung: Firefox hängt sich auf der Geocaching.com-Karte auf

In den letzten Wochen und teilweise sogar Monaten hatte ich immer wieder das Problem, daß sich die Geocaching.com-Karte aufhängt und den Browser (in meinem Fall Firefox) aufhängt. Zuerst dachte ich an Probleme im Zusammenspiel mit GCTour, aber irgendwann machte mich die Fehlermeldung stutzig:


https://www.geocaching.com/acc…essage-center-header-widget.js:54

Das Script, das die ganze Seite eingefroren hat, hängt augenscheinlich mit dem Messagecenter zusammen. Kurz war ich leicht sauer, weil ich das Messagecenter zwar gelegentlich nutze, aber eigentlich nicht auf jeder Seite eingeblendet brauche. Daß ich hier richtig vermutet habe, bestätigt sich nach einem Blick ins Groundspeak-Forum: Ich bin nicht allein, es liegt am Messagecenter, konkret an der Anzeige der ungelesenen/neuen Nachrichten und dem Polling.

Scheinbar wurde hier mal wieder eine Funktion, die nicht mal zwingend nötig war, zu früh in die freie Wildbahn entlassen. Das Problem scheint sowohl mit Firefox als auch mit Chrome unter verschiedenen Betriebsystemen (Windows 7, 10, Linux) aufzutreten.

Aber es gibt Abhilfe. Ein findiger Geocacher hat mit dem „Message Center Widget Blocker“ ein Addon für Firefox und für Chrome programmiert, das das Widget des Messagcenters ausblendet. Das Ganze funktioniert tadellos und mir ist seitdem mein Firefox beim Benutzen der Karte nicht mehr eingefroren.

Einziger Nachteil dabei: Es wird nicht mehr angezeigt, wenn man eine neue Nachricht erhalten hat. Aber da kann man ja einstellen, daß man eine Email bekommt.

 

Wie dieses Blog zu seinem Namen kam

Immer wieder werde ich gefragt, woher der doch etwas kuriose Name dieses Weblogs kommt. Dazu muß man erst einmal fragen: Welcher denn? Oft lese oder höre ich nur „auf Schrägstrichpunkt“. Jetzt ist zwar schraegstrichpunkt.de die Domain, der Name des Blogs ist aber „Neues für Nerze, Stoff für Mettwurst“.

Woher der Name, der Untertitel „Das Weblog, das nicht KQE ist“ und der Domainname kommen, dazu muß ich etwas weiter ausholen. Achtung! Opa erzählt jetzt vom Krieg!

Damals, im Jahre des Herrn 2002, kam ich auf die Idee, ein Weblog einzurichten, um der Welt meine mehr oder weniger interessanten Gedanken zu präsentieren. Heute würde man für viele Kleinigkeiten wohl Twitter verwenden. Aber es war eine andere Zeit. Das war, bevor der Duden-Verlag auf die absurde Idee kam, ein Blog sei etwas anderes als Substantiv, Neutrum. DAS Weblogbuch, zefix!

Wir hatten ja damals nichts… Und teilweise nicht mal das! WordPress? Gab es erst ab 2003 und für mich ab 2009. Ich startete also mit b2, später lief das Blog lange Jahre mit Serendipity.

Doch zurück zum Namen. Ich verbrachte damals viel Zeit im IRC und dort im Channel #php.de (für die Kinder: Nein, das ist kein Hashtag). Dort ging es nicht immer bierernst zu und gelegentlich wurde auch mal nicht über PHP geredet *hust*

Mein Weblog lief schon eine Weile in einem Unterverzeichnis einer anderen Domain, als ich ihm eine eigene Domain spendieren wollte. Dazu brauchte ich aber natürlich erstmal einen Namen. Eine populäre Nachrichtenquelle für IT-News war damals Slashdot.org oder kurz „/.“. Den Namen habe ich zu „Schrägstrichpunkt“ eingedeutscht und für gut befunden. Ja, er ist für Telefongespräche oder Podcasts ähnlich schwer wie slashdot.org: „h t t p Doppelpunkt Schrägstrich Schrägstrich w w w Punkt Schrägstrich Punkt Punkt de“. Zum Glück kann man das heute abkürzen 🙂

Nun fehlte mir noch ein Titel. „Schrägstrichpunkt“ fand ich, aus welchen Gründen auch immer, nicht genug. Slashdot verwendet den Zusatz „News for Nerds, Stuff that matters“. Daraus wurde im IRC dann „Neues für Nerze, Stoff für Mettwurst“. Man glaubt es kaum, aber es hat keinerlei tiefere Bedeutung 🙂 Irgendjemand in #php.de bastelte mir dann noch das Logo mit dem Nerz auf der Mettwurst und fertig war mein neues Blog.

Bleibt noch der Untertitel „Das Weblog, das nicht KQE ist“. Jens, einer der seriösesten Chatter in #php.de, der selten bis nie Offtopic wurde, eröffnete irgendwann 2003 sein eigenes Blog „Ihre Hoheit informiert – Amtliches Blatt für Mögiges“ unter kqe.de. Um mein Blog davon abzugrenzen, gabs irgendwann den Untertitel. Anfangs hieß er anders und wollte ich ihn gelegentlich ändern, aber er blieb, wie er war und daran ändert sich wohl auch nichts mehr.

Ich habe übrigens schon öfter mal daran gedacht, den Namen und/oder die Domain zu ändern. Letztendlich hat der kuriose Name gewonnen. Und irgendwie ist er ja auch einzigartig.

Neuauflage: Geocaching II – von Mysterys, Rätseln und Lösungen

Wer beim Geocaching nicht nur zu den Koordinaten rennt, sondern auch gelegentlich Listings liest, der stößt früher oder später auf Aussagen wie „bring deinen Gründel mit“ oder „vor Ort kann dir der Gründel helfen“. „Der Gründel“ ist eigentlich Markus Gründel. Da der aber natürlich nicht ständig mit jedem zum Cachen gehen kann, hat er praktischerweise ein Buch geschrieben, für das sich auch die Bezeichnung „der Gründel“ eingebürgert hat. Ursprünglich hieß dieses Standardwerk „Geocaching: Basiswissen für Draussen“, inzwischen lautet der Titel „Geocaching I – Alles rund um die moderne Schatzsuche“.

Wie der Titel schon vermuten läßt, gibt es auch einen zweiten Teil (und auch einen dritten), der sich mit Mysterys und deren Lösung beschäftigt: „Geocaching II von Mysterys, Rätseln und Lösungen“. Markus Gründel hat sich hierfür mit Steven Ponndorf zusammen getan, der mit über 1700 gelösten Mystery-Caches mehr als genug Erfahrung mitbringt.

Dieses Buch ist aktuell in einer neuen Auflage erschienen und wurde mir vom Conrad Stein Verlag netterweise zur Rezension zugeschickt. Vielen Dank dafür! Die Rezension gibt wie üblich meine persönliche Meinung wider und muß nicht zwingend mit der Meinung des Verlags übereinstimmen.

Sie wollen, daß ich Ihr Produkt hier in meinem Blog bespreche? Die Voraussetzungen finden Sie hier.

Teil 1 – Rätsel finden, verstehen und lösen
Dieser Teil nimmt mit gut 55 Seiten den größten Platz im Buch ein, was absolut Sinn macht. Denn bevor man das Rätsel nicht gefunden, verstanden und gelöst hat, braucht man nicht daran zu denken, was später draußen passieren wird. Zu Beginn wird kurz angesprochen, was ein Mystery-Cache überhaupt ist. Auch auf als Mystery gelistete Boni und Challenge-Caches wird eingegangen.

Nach einer kurzen Vorstellung diverser Tools (Leetkey, Exif-Viewer etc.) geht es in die Vollen: Listing auseinandernehmen, markante Stellen im Quelltext durchsuchen, verschiedene Zahlen, Schriften und Symbole übersetzen. Es geht um Grafiken und sogar um Töne, in denen sich Hinweise verstecken können, Barcodes und Zahlenspielereien, sprich: Viel Wissen, das einem schon beim nächsten Rätsel helfen kann.

Auf über 10 Seiten werden verschiedene Chiffren vorgestellt, von der bekannten und recht einfachen Caesar-Verschlüsselung, über Vigenère bis hin zu Base64. Und was ich sehr gut finde: Auch, wie man diese erst einmal erkennen kann, bevor man sich an die Entschlüsselung macht.

Alles in Allem ein vollgepacktes Kapitel, das einen mit vielen verschiedenen Möglichkeiten vertraut(er) macht, die einem bei Rätsel-Caches über den Weg laufen können. Und zu guter Letzt informieren die Autoren über die Besonderheiten beim Legen eines Mysterys.

Teil 2 – Tipps und Tricks mit dem GPS
Teil zwei gibt einen kurzen Überblick über Koordinaten ansich, bevor dann auf Funktionen eines GPS-Gerätes eingegangen wird, die man meist unterwegs immer mal wieder braucht: Wegpunktprojektion und Schnittpunktbildung. Das ersetzt natürlich nicht das Handbuch des eigenen GPS-Empfängers, gibt aber eine Vorstellung davon, was einem draußen „passieren“ kann und wie man das Problem dann lösen kann.

Hier hätte ich mir gewünscht, weg vom GPS-Gerät zu gehen und in der Theorie zu bleiben, weil sich die Geräte doch unterscheiden und gerade Anfänger verwirren könnten. Oder anhand der Thematik noch auf diverse Apps bzw. auf Flopps Karte einzugehen, mit der eine Wegpunktprojektion am heimischen PC möglich ist.

Teil 3 – Schlüssel von A bis Z
War das Buch bisher noch etwas, das man wirklich „lesen“ konnte, so ist der dritte und letzte Teil rein zum nachschlagen: Etliche Alphabete, Verschlüsselungsmethoden, Zahlensysteme, Periodensystem und so weiter finden sich auf fast 50 Seiten. Klar, man kann das heutzutage alles als App auf dem Handy dabei haben. Aber manchmal will man einfach lieber Papier in der Hand haben.

Fazit
„Geocaching II von Mysterys, Rätseln und Lösungen“ richtet sich eher an Anfänger, wirkliche Rätsel-Profis werden wenig Neues entdecken. Meiner Meinung nach macht das aber nichts, denn man hat viel Wissen komprimiert in einem Buch und eben nicht in vielen Apps oder auf vielen Webseiten.

Das Buch ist (noch) kein Standardwerk und ich bezweifle auch, daß ich in irgendeinem Listing „bring deinen Ponndorf-Gründel mit“ zu lesen bekommen werde. Das macht aber gar nichts. Denn dieses Büchlein ist einfach ein solides Nachschlagewerk für Cacher, die gerne rätseln. Es wiegt quasi nichts und passt in jede Jackentasche. Trotz einer Fülle von Apps werde ich mir „Geocaching II“ ins Handschuhfach legen. Denn ich stand schon an einem Cache, wo ich „den Gründel“ dringend gebraucht hätte, mit „Geocaching II“ wäre es vielleicht noch schneller gegangen.

Weitere Informationen
Steven Ponndorf und Markus Gründel
Geocaching II – von Mysterys, Rätseln und Lösungen
Conrad Stein Verlag
128 Seiten
9,90 €
ISBN: 978-3866864283

Geocaching Tourenplanung mit Project-GC

Project GCDie wenigsten Cacher werden nur in ihrer Homezone und selten mal eine Dose suchen gehen. Früher oder später kommt dann das Thema Tourenplanung auf den Tisch. Es gibt verschiedene Lösungen für dieses Unterfangen, ich verwende gerne GCTour oder eben Project-GC.

Was ist Project-GC?
Project-GC beschreibt sich selbst wie folgt: „Project-GC ist eine Seite, die dynamische Statistiken für alle Geocacher weltweit liefert. Neben Statistiken werden auch verschiedene Karten angeboten, die vielleicht hilfreich sein könnten. Unser Ziel: Die beste verfügbare „Third Party“-Geocaching-Seite zu werden.“ Die Daten kommendabei direkt über die Geocaching Live API.

Für mich ist diese Website ein tolles Tool, um Caches für Geocaching-Touren zu finden, diese zu planen und auszuwerten.

Grundvoraussetzungen
Um die hier besprochenen Möglichkeiten voll ausschöpfen zu können, wird eine bezahlte Project-GC Mitgliedschaft benötigt. Diese kann vorab 10 Tage kostenlos getestet werden. Bei Anmeldung über http://project-gc.com/r/1dbab770 bekommst du zum selben Preis zwei Monate mehr. Meine Bezahltmitgliedschaft verlängert sich dabei auch um einen Gratismonat (was mir egal wäre, weil meine Mitgliedschaft eh bis 2020 läuft :))

Der Spaß kostet aktuell 18 Euro für ein Jahr, 34 Euro für 2 und 48 Euro für 3 Jahre. Also gerade einmal zwischen einem und 1,50 Euro im Monat.

Das Project-GC Greasemonkey-Script
Um die Funktionalität von Project-GC auch direkt auf Geocaching.com nutzen zu können, empfiehlt es sich, das Greasemonkey-Script zu installieren. Ähnlich wie GCTour oder vergleichbare Erweiterungen klinkt es sich in Geocaching.com ein und bietet beispielsweise die Möglichkeit, Caches direkt ins virtuelle GPS von Project-GC zu übertragen.

Das virtuelle GPS
Das virtuelle GPS ist eine Art Bookmarkliste, zu der man an sehr vielen Stellen auf Project-GC (und über das Greasemonkey-Script auch direkt von Geocaching.com) Caches hinzufügen kann. Die Caches der Liste lassen sich auf einer Karte anzeigen, man kann sie in eine Geocaching.com-Bookmarkliste exportieren, als CSV oder als GPX. Und man kann sich alle Galeriebilder aller Caches auf der Liste in einer Übersicht anzeigen lassen.

Virtuelles GPS
Planung direkt auf Geocaching.com
Sind wir ehrlich: Man tut sich schwer, gewohnte Umgebungen aufzugeben. Die meiste Zeit wird sich ein Cacher bei der Planung daher direkt auf geocaching.com aufhalten. Nachdem das Greasemonkey-Script installiert wurde, hat man die Möglichkeit, einen Cache auf der Karte oder im Listing zum virtuellen GPS hinzuzufügen.

Greasemonkey-Script auf Geocaching.com Karte
Wenn man seine Route schon kennt und beispielsweise nur beliebige Caches direkt an der Straße einplanen will, kann man dies direkt auf der Karte tun.

Live-Karte
Eine weitere – dank alter Icons auch vertrautere – Planungsmöglichkeit bietet die Live-Karte von Project-GC. Diese Karte erzeugt eine filterbare Ansicht aller Caches.

Live-Karte
Im Prinzip das selbe wie die Groundspeak-Karte, allerdings wesentlich komfortabler und eben filterbar. Also nicht nur „Tradis an/Tradis aus“, sondern auch „Nur Tradis und Earthcaches mit mindestens 50 Favoritenpunkten, die maximal T3 sind“.Filter Live-KarteSo kann man die Tour wirklich mit wenigen Klicks an seine Bedürfnisse, Vorlieben und Fähigkeiten anpassen. Allerdings: Die Daten hinken mal einen Tag oder zwei hinterher. Wer wirklich minutenaktuelle Cacheansicht auf der Karte braucht, bekommt diese nur direkt auf geocaching.com. Meist läßt sich das aber verschmerzen.

Routenplaner – Caches auf der Route
Diese Funktion gibt es auf geocaching.com ziemlich versteckt bei den Pocket Querys unter dem Punkt „Find caches along a route“. Die Funktionalität ist denkbar einfach: Anhand von Start und Ziel wird meine Route berechnet. Dann werden mir sämtliche Caches in einem bestimmten Abstand links und rechts der Straße angezeigt.

Wenn die Route also schon bekannt ist, kann man über dieses Tool alle ungewollten (sprich: zu weit weg von der Straße) Caches ausschließen. Auch auf Project-GC ist es etwas versteckt: Unter dem Usermenü ganz rechts findet man, was man sucht.RoutenplanerDort kann man nun eine Route mit Start, Ziel sowie maximal 8 weiteren Zwischenstationen erstellen lassen.

RoutenplanerWährend Groundspeak nur Start/Ziel erlaubt und die Weiterverarbeitung der Ergebnisse nur auf der Karte oder als Pocket Query erlaubt, geht Project-GC hier noch einen Schritt weiter: Die Route kann an vielen Stellen des Angebotes als Filter verwendet werden.

Der Routenplaner nimmt komplette Adressen und auch POIs an. Man kann also das Ganze bis zur Hausnummer beispielsweise des Hotels optimieren und als Start „Hotel ibis Styles Riga, Riga, Lettland“ oder „27 Katrīnas dambis, Riga, Lettland“ angeben.

Zu beachten wäre noch, daß natürlich Caches mit in den Topf kommen, die in den jeweiligen Städten an Start und Ziel liegen. Wer das vermeiden will, startet und beendet die Tour etwas außerhalb.

Ich will nun auf dem Weg von Riga nach Tallinn nur die 20 Caches mit den meisten Favoritenpunkten angehen. Hierzu geht man auf die Seite mit den Top Favoriten-Caches. Dort wählt man über „Filter hinzufügen -> Route“ die gerade gespeicherte Route aus. Gegebenenfalls machen weitere Filter wie beispielsweise „Keine archivierten Caches“ Sinn.

Das Ergebnis ist eine Liste, die ich über die Buttons „Zum virtuellen GPS hinzufügen“ und „Eine Karte erstellen“ weiterverarbeiten kann. Dort exportiere ich die ersten 20 Einträge und schon habe ich meine Tourplanung beendet.

Fazit
Project-GC ist ein absoluter Mehrwert, nicht nur, was die Tourplanung angeht. Auch Statistiker kommen auf ihre Kosten und selbst wenn einem nur die neuen Icons auf der Geocaching.com-Karte nicht gefallen, bietet Project-GC eine Alternative in Form der Live-Karte.

Ob man die bezahlte Mitgliedschaft „braucht“, hängt natürlich vom jeweiligen Cacheverhalten ab. Die kostenpflichtigen Features sind klar markiert und so kann sich jeder selbst ein Bild machen. Ansonsten sind 1,50 Euro im Monat ein fairer Preis.