Futter für FTF-Jäger

Heutzutage wird die FTF-„Jagd“ immer schwieriger: Kaum ist ein Cache veröffentlicht, geht das Gerenne los. Ich gebe zu, ich spiele da auch gerne mit.

Und trotzdem gibt es Geocaches, die seit Jahren ungefunden sind. Wer also unbedingt einen FTF braucht: Hier stehen die Chancen gut.

Der älteste ungefundene Cache in Deutschland nennt sich „Veteranen-Cache (X Y GC)“ und wartet seit gerademal 2,5 Jahren.

Edit vom 10.12.2012: Der Cache wurde am 08.12.2012 gefunden. Danke an Ulf für die Info. Die nächsten beiden Chancen auf einen „alten“ FTF warten in Lüdenscheid. Sowohl „Nordbahnhof“ als auch „Frei Parken“ wurden am 12.04.2011 versteckt.

Da haben andere Länder „mehr“ zu bieten. Der älteste offene FTF in Europa (und drumrum) ansich (es gibt noch einen Tiefseecache auf den Azoren, die zu Portugal gehören) liegt in Frankreich. Vor sage und schreibe über 10 Jahren (20.07.2002) wurde „Puppet Theatre stash on the Mont Blanc“ von einigen Cachern aus Estland am Mont Blanc auf 4074 Metern versteckt.

Danach dauert es ganze 3 Jahre bis zum nächsten. Der liegt in der Türkei (die ich jetzt einfach mal zu Europa dazunehme), hört auf den Namen „derin“ und befindet sich seit dem 12.05.2005 auf einer verlassenen Insel westlich von Izmir.

Seit 2006 wartet ein Cache in Russland auf den FTF. „Fantasy in Stone“ hat immerhin schon einen DNF hinter sich.

Daß in Russland als riesiges Selten-Urlaubsland und vor allem als „Geocaching.com-Verweigerungsland“ FTFs offen sind, liegt ja irgendwie noch nahe. Aber Griechenland? Gut, „Pontikos, Vrachonisida @Varkiza Athens“ liegt auf einer kleinen Insel gut 3,5 Kilometer vom Festland entfernt. Aber ein Boot sollte dort doch kein Problem sein.

Das kann man beim nächsten nicht verwenden: Immerhin seit 2007 (Publish 2009) wartet die Letterbox „Grande Ciamarella“ in den italienischen Alpen auf einen Finder.

Wer seine FTF-Reise etwas weiter weg planen will, der sollte nach Amerika fliegen. Im nördlichen Teil liegt der wohl älteste ungefundene Cache weltweit: „4.5lb Walleye“ ist ein D4.5/T4.5, der seit dem 23.06.2001 in Kanada liegt.

Danach gehts aber in den Süden: Auf einer kleinen Insel vor Venezuela wartet „Conch Shell Horn“ seit dem 10.07.2001 auf einen Cacher.

Gleich „nebenan“ gibt es mehrere alte FTF-Chancen in Honduras: Der älteste ist „ECO UNO“ (Publish 01.01.2002).

Wer weiß, vielleicht habe ich hier dem einen oder anderen die Urlaubsplanung etwas „erleichtet“ 🙂

Die kältesten Orte der Erde

Vollkommen überraschend für die meisten Menschen hat sich der Winter erdreistet, doch glatt im Dezember über Deutschland hereinzubrechen. Neben den üblichen Problemen mit Auto, Bahn und Flugzeug wird rumgeheult, wie kalt es doch sei. Dabei haben wir gerade mal um die -5° C gehabt.

„Kindergarten!“ werden sich die Menschen denken, die an den folgenden Orten leben. Den kältesten dieser Erde, natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Wostok
S 78° 27.865 E 106° 50.240

Eine russische Forschungsstation in der Antarktis. Die dort lebenden Forscher würden bei unseren Termperaturen wahrscheinlich im T-Shirt rumrennen. Standardmäßig ist es dort so 30-70° C kalt, der bestätigte Kälterekord liegt bei -89,2 ° C, der unbestätigte bei -91,5° C.

Oimjakon
N 63° 27.000, E 142° 47.000

Oimjakon liegt in Jakutien, also ziemlich weit im Osten Russlands. Laut Wikipedia halten es da 521 Menschen bei Temperaturen zwischen -70° C im Winter und über 30° im Sommer aus.

Werchojansk
N 67° 33.000 E 133° 23.000

Etwas weiter westlich als Oimjakon liegt Werchojansk. Deswegen ist es hier auch „wärmer“. Im Sommer liegt der Rekord bei über 36° C, im Winter offiziell bei -67,8 ° C, inoffiziell bei -75° C. Da ziehen die Einwohner von Oimjakon beim Besuch schon mal die Jacken aus^^

North Ice
N 78° 04.000 W 38° 29.000

Eigentlich muß man diese ehemalige Überwinterungsstation einer Grönlandexpedition in den 50ern ausklammern. Schließlich leben dort keine Menschen mehr. Der Vollständigkeit halber aber die Temperatur: -65,9° C.

Jakutsk
N 62° 02.000, E 129° 44.000

Wie der Name vermuten lässt, liegt Jakutsk in Jakutien und ist gleichzeitig auch die Hauptstadt dieser russischen Teilrepublik. Scheiße kalt ist es und trotzdem leben dort über 250000 Menschen. Im Januar beträgt die Durchschnittstemperatur -43,2° C. Bei dieser extremen Kälte werden Motoren einfach permanent angelassen, sonst würden sie wohl nicht mehr anspringen. Schulfrei gibts übrigens erst ab -50° C, aktuell haben die Schüler also Pech 😉

jakutsk

So könnte man gerade weitermachen. Es gibt noch viele weitere saukalte Gegenden auf diesem Planeten, die durchaus auch bewohnt sind.