5 Länder an einem Tag in Bildern

Eigentlich ist das hier nur ein Test, weil mir das Format gut gefallen hat. Leider stimmt der Titel nicht ganz, weil ich in Österreich vor lauter cachen kein Foto gemacht habe 🙂

Eigentlich wollte ich wie jedes Jahr an den Reschensee fahren. Statt wie sonst über den Fernpass, hatte ich mir für dieses Mal etwas besonderes ausgedacht: Warum nicht mal 5 Länder an einem Tag besuchen und becachen?

Und so ging es für mich Anfang Oktober von Steibis im Allgäu aus über Götzis in Österreich, geradewegs durch das Fürstentum Liechtenstein in die Schweiz. Da ich ein paar der neuen Virtuals eingebaut hatte, folgte hier ein Besuch im Traum aller Kinder und Asiatinnen: Dem Heididorf. Danach nahm ich die Hauptstrasse 28 über Davos bis Santa Maria im Münstertal, dort bog ich ab in Richtung Umbrailpass. Von dort führt die SS38 direkt aufs Stilfser Joch.

Für die Höhen-Statistiker: Der Umbrailpass ist mit 2501 Metern der höchste Straßenpass der Schweiz, der Cache liegt ein paar Meter tiefer (und angeblich noch in der Schweiz. Sowohl Project-GC als auch GSAK scheinen hier falsche Grenzdaten zu haben). Das Stilfser Joch ist mit 2757 Metern der höchste Gebirgspass in Italien. Die Letterbox liegt sogar, weil etwas höher als die Straße, auf 2761 Metern.

Deutschland: Berghaus Homberg
Deutschland: Berghaus Homberg, GC6Z4KQ
Liechtenstein: Vaduz
Liechtenstein: Vaduz, neben GC7B784
Liechtenstein: Alte Rheinbrücke
Liechtenstein: Alte Rheinbrücke, GC5N7H7
Schweiz: Bunker
Schweiz: Bunker
Schweiz: Heidis Wendeltreppe
Schweiz: Heidis Wendeltreppe, GC6GAPM
Schweiz: Auf dem Weg zum Heididorf
Schweiz: Auf dem Weg zum Heididorf, GC4J8WG
Schweiz: Heididorf
Schweiz: Heididorf, GC7B9YM
Schweiz: Heididorf Postamt
Schweiz: Heididorf Postamt, GC6H0RQ
Schweiz: Heididorf
Schweiz: Heididorf
Schweiz: Schatzchischtli
Schweiz: Schatzchischtli :), GC3JB53
Schweiz: Flüelapass
Schweiz: Flüelapass, GCXEC1
Schweiz: Umbrailpass
Schweiz: Umbrailpass, GCXEB1
Italien: Stilfser Joch
Italien: Stilfser Joch, GC4ZZ0G
Italien: Stilfser Joch Serpentinen
Italien: Stilfser Joch Serpentinen
Italien: Stilfser Joch Lost Place
Italien: Stilfser Joch Lost Place, GC5CWTR
Italien: Stilfser Joch von unten
Italien: Stilfser Joch von unten, GC59NGZ
Italien: Kaiserschmarrn :)
Italien: Kaiserschmarrn 🙂

Cachetour nach San Marino

Vor einigen Tagen hab ich darüber gebloggt, bei welchen Ländern man eine Chance hat, sämtliche Caches zu finden. Mit dem Ergebnis, daß das in Europa eigentlich nur in Vatikanstadt, Monaco, Gibraltar und San Marino möglich ist.

Und so verließ eine kleine Reisegruppe an einem Donnerstag im Mai in aller Herrgottsfrühe die Landeshauptstadt und begab sich auf die Reise Genitalien. Äh, gen Italien. Google Maps veranschlagte für die Route grob 8 Stunden. Ein paar Dosen auf dem Weg, ab und zu eine Pause. Mit 10 Stunden werden wir sicher gut hinkommen.

Doch es kam alles anders. Wenn man anhält, kann man nicht nur Dosen suchen, sondern auch sehen, wenn ein Auto mehr Rauch entwickelt als normal. Sehr viel mehr. Kurzer Check und es war klar, daß wohl der Kühlwasserschlauch einen Riss hatte. Also wurde das Ding notdürftig geflickt und es ging zur nächsten Tankstelle. Da der Notdienst ewig brauchte und der Schlauch mit Tape dicht gemacht werden konnte (dachten wir zumindest), wurde abgesagt und es ging weiter.

Kennt ihr das beschauliche Örtchen Telfs? Nein? Wir bis dahin auch nicht. Das liegt kurz vor Innsbruck und hat – ganz wichtig – eine ÖAMTC-Werkstatt mit Notdienst. Nach kurzer Wartezeit (und insgesamt grob 3 Stunden Verzögerung) gings endlich weiter nach Süden.

Ein ewiges Geeiere über die italienischen Autobahnen ist das, aber schlußendlich kamen wir um 21:30 (statt um 18 Uhr) in unserem Domizil in Monte Colombo an.

Am Freitag gings dann ans Eingemachte (nachdem wir den Pool getestet hatten :D): Erst kurz hoch auf einen Hügel, damit wir uns San Marino aus der Ferne anschauen konnten. Wenig später gab es dann für mich einen kleinen Meilenstein. Cache Nummer 4100 und Land Nummer 15.

Cache Nummer 2 in San Marino informiert über die ehemalige Bahnlinie zwischen Rimini und San Marino. Wieder was gelernt und ein interessantes Final besucht. Das wars dann erstmal mit den „Drive-In Caches“, was danach kam hatte es in sich.

Mit dem Auto gings ein paar hundert Meter höher nach San Marino Stadt. Die „Stadt“ liegt auf einem Felsenberg namens Titano. Zur Verteidigung wurden drei Türme errichtet: Guaita (11. Jahrhundert), Cesta (13. Jahrhundert) und Montale (14. Jahrhundert). Die Türme sind imposant und waren auch schon von unserer Ferienwohnung aus zu sehen.

An zwei der Türme liegen Caches. Am ersten (Rocca o Guaita), zu dem es eine Weile steil hochgeht. Und nicht, wie wir dachten, am zweiten (La Cesta o Fratta), sondern erst wieder am dritten (Montale). Die ganze Tour zieht sich etwas, aber man wird mit grandiosen Ausblicken belohnt.

Zum Glück sind die Parkgebühren mit €1,50 pro Stunde äußerst fair. Wie eigentlich auch die Preise in den Restaurants. Die Geschäfte bieten zu 70% Plunder, den man in jeder anderen Touristengegend auch bekommt. 10% sind Waffen (von der Softair AK-47 bis zum SS-Dolch), 10% sehr originale Originalwaren (wer garantiert echtes Parfüm für 5 Euro braucht…) und 10% günstige (und echte) Markensonnenbrillen, Uhren oder Schmuck.

Abseits der Touristen findet man noch einen ruhigen Ort mit einer Dose. Das wars dann cachetechnisch auf dem Titano. Im Westen San Marinos liegen noch 2 Caches, die wir uns für den Samstag aufgehoben haben. Vormittags wollten wir im Outlet shoppen. Wenn man auf 500 Euro-Schuhe steht, dann kann man hier ein 450 Euro-Schnäppchen machen^^ Für uns war jedenfalls nichts dabei. Dann doch eher Metzingen.

Auf dem Weg zum Outlet lag noch eine der spärlich gesäten Caches. Ohne aufs Listing zu schauen bogen wir ab. Und schauten erstmal dumm aus der Wäsche: Da lag ein Tiger im Garten!

Mittags gabs die unvermeidbare Pizza. Bei Da Walter e Lella bekamen wir sie, wie sie sein muß: Dünn, knusprig, der Belag auf dem Käse. Gestärkt besuchten wir den Rest einer kleinen Burg. Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir die Aussicht, bevor im anfangenden Gewitter der letzte Cache geloggt wurde. Das war wirklich perfektes Timing! Gerade am Auto zurück, hagelte es Tischtennisbälle.

Die Rückfahrt zog sich und statt über den Brenner gings über den Reschen. Inklusive einem leckeren Essen, diversen Speck– und Torrone-Einkäufen und dem obligatorischen Foto am Kirchturm.

Fazit: Zum cachen wars schön, weil es einfach an den Dosen was zu sehen gibt. Zum urlauben wars auch super. Wenn man ans Meer will, muß man allerdings in Rimini und Umgebung mit überlaufenen Stränden rechnen. Oder eben etwas abseits der Touristen suchen.

Ein paar Impressionen

Wir cachen ein Land leer – Europäische Zwergstaaten mit Geocaches

Natürlich gehe ich nicht so weit, daß ich Europa cachefrei machen will. Aber wenn man die Möglichkeit hat, alle Caches eines Landes zu suchen, dann nutze ich sie natürlich.

Viele Länder kommen dafür sowieso nicht infrage.

Land Fläche (km²) Caches Lage
Vatikanstadt 0,44 4 (3 Mysterys, 1 Tradi) Mittelitalien/Rom
Monaco 2,02 37 (35 Tradis, 1 Mystery, 1 Earthcache) Südfrankreich/Nizza
Gibraltar* 6,5 33 (28 Tradis, 3 Mysterys, 1 Multi, 1 Earthcache) Südspitze Spaniens
San Marino 61 7 (6 Tradis, 1 Multi) Nordostitalien/Rimini
Guernsey* 78 240 (218 Tradis, 16 Multis, 3 Letterboxen, 2 Mysterys, 1 Earthcache) Kanalinsel
Jersey* 117 270 (172 Tradis, 54 Mysterys, 34 Multis, 5 Letterboxen, 3 Earthcaches, 2 Wherigo) Kanalinsel
Liechtenstein 160 166 (104 Tradis, 35 Mysterys, 25 Multis, 2 Earthcaches) Zwischen Österreich und der Schweiz.
Malta 316 210 (157 Tradis, 22 Multis, 22 Mysterys, 6 Earthcaches, 2 Letterboxen, 1 Wherigo) Inseln im Mittelmeer zwischen Sizilien und Libyen.
Andorra 468 87 (82 Tradis, 4 Multis, 1 Earthcache) Zwischen Frankreich und Spanien.
Isle of Man* 572 576 (423 Tradis, 84 Mysterys, 57 Multis, 6 Letterboxen, 2 Virtuals ,2 Earthcaches, 2 Wherigo) Irische See

*Gibraltar ist britisches Überseegebiet, Guernsey, Jersey und die Isle of Man sind britischer Kronbesitz.

Wenn man es wirklich drauf anlegt, könnte man also zumindest die Vatikanstadt, Monaco, Gibraltar und San Marino „leercachen“. Auch außerhalb Europas gibt es Zwergstaaten, die aber meistens Inseln sind.

Warum ich das hier schreibe? Am Donnerstag startet unsere Fahrt nach San Marino. Caches sind (siehe oben) dünn gesät, auch drumrum in Italien. Aber die 7 sanmarinesischen Dosen will ich natürlich suchen und damit zum ersten Mal alle Caches eines Landes  komplett in Smileys verwandeln.

Netter Nebeneffekt: Wir lernen das Land San Marino intensiv kennen. Ich bin gespannt!

Vielleicht hat obige Aufstellung ja Interesse geweckt und der eine oder andere Zwergstaat wird bei der Planung für den Sommerurlaub berücksichtigt.

Futter für FTF-Jäger

Heutzutage wird die FTF-„Jagd“ immer schwieriger: Kaum ist ein Cache veröffentlicht, geht das Gerenne los. Ich gebe zu, ich spiele da auch gerne mit.

Und trotzdem gibt es Geocaches, die seit Jahren ungefunden sind. Wer also unbedingt einen FTF braucht: Hier stehen die Chancen gut.

Der älteste ungefundene Cache in Deutschland nennt sich „Veteranen-Cache (X Y GC)“ und wartet seit gerademal 2,5 Jahren.

Edit vom 10.12.2012: Der Cache wurde am 08.12.2012 gefunden. Danke an Ulf für die Info. Die nächsten beiden Chancen auf einen „alten“ FTF warten in Lüdenscheid. Sowohl „Nordbahnhof“ als auch „Frei Parken“ wurden am 12.04.2011 versteckt.

Da haben andere Länder „mehr“ zu bieten. Der älteste offene FTF in Europa (und drumrum) ansich (es gibt noch einen Tiefseecache auf den Azoren, die zu Portugal gehören) liegt in Frankreich. Vor sage und schreibe über 10 Jahren (20.07.2002) wurde „Puppet Theatre stash on the Mont Blanc“ von einigen Cachern aus Estland am Mont Blanc auf 4074 Metern versteckt.

Danach dauert es ganze 3 Jahre bis zum nächsten. Der liegt in der Türkei (die ich jetzt einfach mal zu Europa dazunehme), hört auf den Namen „derin“ und befindet sich seit dem 12.05.2005 auf einer verlassenen Insel westlich von Izmir.

Seit 2006 wartet ein Cache in Russland auf den FTF. „Fantasy in Stone“ hat immerhin schon einen DNF hinter sich.

Daß in Russland als riesiges Selten-Urlaubsland und vor allem als „Geocaching.com-Verweigerungsland“ FTFs offen sind, liegt ja irgendwie noch nahe. Aber Griechenland? Gut, „Pontikos, Vrachonisida @Varkiza Athens“ liegt auf einer kleinen Insel gut 3,5 Kilometer vom Festland entfernt. Aber ein Boot sollte dort doch kein Problem sein.

Das kann man beim nächsten nicht verwenden: Immerhin seit 2007 (Publish 2009) wartet die Letterbox „Grande Ciamarella“ in den italienischen Alpen auf einen Finder.

Wer seine FTF-Reise etwas weiter weg planen will, der sollte nach Amerika fliegen. Im nördlichen Teil liegt der wohl älteste ungefundene Cache weltweit: „4.5lb Walleye“ ist ein D4.5/T4.5, der seit dem 23.06.2001 in Kanada liegt.

Danach gehts aber in den Süden: Auf einer kleinen Insel vor Venezuela wartet „Conch Shell Horn“ seit dem 10.07.2001 auf einen Cacher.

Gleich „nebenan“ gibt es mehrere alte FTF-Chancen in Honduras: Der älteste ist „ECO UNO“ (Publish 01.01.2002).

Wer weiß, vielleicht habe ich hier dem einen oder anderen die Urlaubsplanung etwas „erleichtet“ 🙂

Reschensee

Der Reschensee ist ein Stausee in Südtirol.

1950 wurde der See aufgestaut und das Dorf Graun überflutet, nachdem alle Gebäude gesprengt wurden. Lediglich der Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert wurde aus Gründen des Denkmalschutzes (!) stehen gelassen. Sehr sinnig irgendwie.

Heute ist der Kirchturm ein beliebtes Fotomotiv, vor allem auch wegen dem gigantischen Panorama.

Wir hatten das Glück, daß der Reschensee zugefroren war und man bis zum Turm laufen konnte.