Urheberrechtsschutz in der Musikindustrie

Mein bester Kumpel hat seine Dissertation fertig. Da ich denke, daß das Thema einige Leute interessieren würde, hier mal die Kurzinhaltsangabe:

Die Musikindustrie befindet sich nach Jahren stetigen Wachstums derzeit
in einer schweren Krise. Gemäß deren Interessenvertretern sind hierfür
überwiegend unautorisierte Kopien verantwortlich. Die Musikindustrie
fordert daher eine Verschärfung des Urheberrechtsschutzes. Eine solche
Verschärfung wird allerdings auch kritisch gesehen, da mit ihr
gleichzeitig eine Stärkung der Monopolmacht der Rechteinhaber
einhergeht. Im Zentrum des Interesses steht damit die Frage nach dem
wohlfahrtsoptimalen Niveau des Urheberrechtsschutzes. Zu diesem
Themenkomplex existiert bereits eine Reihe von Modellansätzen. Diese
sind jedoch nur begrenzt geeignet, die o. g. Frage in bezug auf
Tonträger zu beantworten, da sie die Existenz von Netzeffekten, und
damit ein zentrales Charakteristikum des Gutes Musik, vernachlässigen.

Ziel dieser Arbeit ist es daher, ein ökonomisches Modell des
Urheberrechtsschutzes bei Tonträgern zu entwickeln, das Netzeffekte in
die Analyse mit einbezieht. Mit dessen Hilfe soll die Frage beantwortet
werden, ob und inwieweit eine Verschärfung des Urheberrechtsschutzes
bei Tonträgern gesamtgesellschaftlich wünschenswert ist. Daneben werden
in der Arbeit die theoretischen Grundlagen der ökonomischen Analyse des
Urheberrechtsschutzes erörtert und der derzeitige Stand der Forschung
auf diesem Gebiet umfassend dargestellt. Um einen tieferen Einblick in
die derzeitige Krise zu gewinnen, wird zudem die Struktur der
Musikindustrie eingehend analysiert. Darüber hinaus werden auch das
technische Umfeld und die rechtlichen Rahmenbedingungen der
Musikindustrie untersucht.

Die Ergebnisse der Arbeit machen deutlich, daß Zweifel
angebracht sind, ob sich eine Verschärfung des Urheberrechtsschutzes
langfristig als ein probates Mittel zur Überwindung der derzeitigen
Krise der Musikindustrie eignet. Hierzu scheint vielmehr die
Entwicklung neuer Strategien seitens der Tonträgerhersteller
vielversprechender zu sein.

Zu bekommen ist das Buch bei Amazon oder direkt beim Eul Verlag.

Update: Die Telepolis hat auch einen Artikel zu diesem Thema und zu dem Buch.
Und noch ein Update: Auf Golem ists jetzt auch.

Some Kind of… Metallica

Some Kind of Monster - MetallicaGestern kam endlich die Doppel-DVD von Metallicas "Some Kind of Monster". Eigentlich hab ich die Scheibe für eine Art Seifenoper meets Homestory meets alternde Rockstars gehalten. Ich wurde zum Glück "enttäuscht". Der Film gibt einen verdammt guten Einblick in Metallica ansich, die Streits untereinander, die Art, Texte zu schreiben und die Freizeitbeschäftigungen der einzelnen Musiker. Zwischendrin gibts viel Musik, diverse Flüche (verstehen in Deutschland schon 6jährige das Wort fuck, oder wieso ist das Ding in Deutschland ab 6 freigegeben?) und viele Infos, die man bisher wohl eher nicht bekommen konnte. Kaufen!

Im Westen was Neues

Im Westen nichts NeuesEndlich! Ewig mußte ich darauf warten, am 17.02. ist es soweit: Im Westen nichts Neues kommt endlich auf DVD raus! Und dann auch noch die Fassung von 1930, die um einiges besser ist, als die von 1979. Wer den Film mag, der sollte auch Ernst Jüngers "In Stahlgewittern" lesen und "Douaumont – Die Hölle von Verdun" anschauen.

Ach ja: Wer mir den Film schenken will, er steht auf meiner Wishlist 😉

Panzergemüse

Die 24. Panzer-Division 1939-1945
von F. M. von Senger und Etterlin

Rezensionen

Kurzbeschreibung
Tips zu Gemüseanbau und Zubereitung:
Gemüse ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Ernährung. In diesem Buch werden viele Gemüsesorten von ihrer Herkunft bis zum Kochtopf beschrieben. Viele kompetente Tipps und Ideen wecken Lust und Freude am Gemüseanbau, an der Zubereitung und am Genuss.

Gesehen auf Amazon.

Saving Private Ryan

Ich habe mal wieder Saving Private Ryan angeschaut. Irgendwie bin ich jedesmal verwundert, wie ein Regisseur wie Steven Spielberg einen so realistischen Film ohne "den bösen Deutschen" drehen kann. Sowohl die Allierten, als auch die Deutschen werden mal gut und mal böse dargestellt, darum ein großes Lob. Andere Kriegsfilmmacher sollten sich ein Beispiel daran nehmen. Allerdings finde ich den deutschen Titel "Der Soldat James Ryan" irgendwie scheiße.