Anzeige von Koordinaten auf den neuen Google Maps

Vor grob 4 Wochen erhielt ich eine Mail von Google. Ich bekam Zugriff auf das Preview der neuen Google Maps. Nach einigem rumspielen gab ich das erste Mal Koordinaten ein – und fing an zu fluchen!

Koordinaten werden nämlich automatisch in Postadressen umgewandelt. Das ist natürlich nicht das, was ich als Geocacher will…

Ich löse beispielsweise einen Mystery und will mir vorab schnell anschauen, wo er genau liegt. Google würde mir den Marker statt mitten in den Wald einfach auf der nächsten Straße platzieren. Sehr sinnig!

Aber Google wäre nicht Google, wenn es keine Lösung für dieses Problem geben würde. Ich zeige das mal anhand eines Tradis auf Rügen.

GC38KHP - LostPlaceCache 2013 - Deutschland

Auf der Geocaching.com-Karte sieht man, daß er an den Gemeinschaftsräumen zwischen Nordflügel 1 und 2 von Prora liegt.

Nimmt man jetzt die Koordinaten N 54° 26.851 E 013° 34.263 und gibt sie in Google Maps ein, passiert folgendes:

Koordinaten

Der Marker landet auf der nächsten Postadresse, in diesem Fall Nordstraße 29A in Binz. Das wäre jetzt vielleicht ein guter Anhaltspunkt, bis wohin man fahren darf. Mehr aber auch nicht.

Dabei ist die Lösung minimal: Drei Buchstaben und einen Doppelpunkt später zeigt Google Maps genau das, was ich sehen will.

Koordinaten

Zusammengefasst: Einfach vor die Koordinaten „loc:“ stellen und schon spurt Google.

Google Maps weiterhin auf geocaching.com nutzen

Vor 2 Tagen hat Groundspeak verkündet, daß die Karte ab sofort ohne Google Maps auskommen muß. Nun sind die OpenStreetMap-Karten echt gut, zumindest was Europa angeht. Eine Katastrophe für mich ist allerdings, daß die Satelliten-/Luftbilderkarte wegfällt.

Aber dank eines findigen Programmierers wird aus

mit einem Klick

wieder

Dazu braucht man nur Greasemonkey und dieses Script.

Edit: Dieses Script ist sogar noch besser, weil es neben Bing auch die Anzeige der Google Hybrid-Karte ermöglicht.

Ermitteln und umrechnen von Koordinaten mit Google Maps und FizzyCalc

Dieses Thema richtet sich primär an Geocacher. Es dürfte aber auch für Nichtcacher interessant sein.

Sobald man einige Caches gefunden hat, wächst der Wunsch, auch endlich mal selbst einen zu verstecken. Dazu benötigt man natürlich die Koordinaten der Stelle, an der man die Dose verstecken will. Diese werden im Bezugssystem WGS84 angegeben. Und dann im Format Grad° Bogenminuten‘ inklusive Dezimalstellen: DDD° MM.MMM oder  N 52° 30.969, E 13° 22.662 in unserem Beispiel.

Achtung! Das Folgende ist eine Anleitung zum ermitteln und umrechnen von Koordinaten. Google Maps allein ist nicht ausreichend dafür, herauszukriegen, wo man die Dose versteckt hat. Die genaue Position des Caches sollte man immer mit einem GPS-Gerät (er)mitteln!

Wir suchen uns jetzt also eine Stelle via Google Maps. In unserem Fall habe ich das Brandenburger Tor ausgewählt. An die Koordinaten kommt man jetzt recht einfach. Ein Klick mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Stelle, „Was ist hier“ anklicken und…

…schon werden die Koordinaten angezeigt.

Allerdings in einem anderen Format, in Grad mit Dezimalstellen. Wir müssen die Koordinaten also in „unser“ Format umrechnen. Und da kommt Fizzycalc ins Spiel.

Fizzycalc ist ein kleines Gratistool für Windows, das man nicht einmal installieren muß. Damit kann man Aufgaben erledigen, die einem beim Geocachen immer wieder begegnen: Neben Wegpunktprojektion/Peilung und der Berechnung der Distanz zwischen 2 Punkten (wichtig zum einhalten der Abstandsregel) auch die Umrechnung von Koordinaten.

Google Maps hat jetzt 52.516143,13.377694 ausgespuckt. Gibt man diese Koordinaten im Reiter „Coord Conversion“ in FizzyCalc ein und drückt auf „Go“, erhalten wir N 52° 30.969, E 13° 22.662.

Damit können wir jetzt auf Geocaching.com „arbeiten“. Ach ja: Man hätte die Koordinaten auch dort umrechnen können. Aber komfortabel ist was anderes.