Blaupunkt Memphis MP66

Ich habe es endlich getan. Nachdem mein Kenwood KDC-MP6090R so langsam in die Jahre gekommen ist, habe ich lange überlegt, welches denn sein Nachfolger werden soll.

Schließlich ist das Kenwood ja nicht schlecht. Frisst wirklich jede CD, die ich ihm bisher angeboten habe, inklusive CD/RW und diversen Überformaten (800 MB CDs). Etwas schade finde ich nur, daß ungetaggte MP3s nur als Dateinamen im hässlichen 8+3 Zeichen Format angezeigt werden, statt die Dateinamen ganz zu scrollen. Immerhin war es eines der ersten MP3-Radios auf dem Markt. Vielleicht erinnert sich noch jemand an diese quietschbunten, dreckhässlichen von Aiva. Gekostet hätte es damals, irgendwann 2001, 750 DM (für alle, die nicht mehr wissen, was DM heißt oder ist: Deutsche Mark), bezahlt habe ich 700. Quasi meine letzte größere Anschaffung, die ich mit der geliebten D-Mark bezahlt habe **träneverdrück**

Aber jetzt wirds Zeit für ein neues Radio, auch wegen diversen Zickereien des Kenwood. Und wenn neu, dann kann man auch gleich mal schauen, was man evtl. all die Jahre wollte aber eben nicht hatte. Da wären bspw. ein TFT-Display, um die Navigation innerhalb der CDs etwas komfortabler zu gestalten. Dann natürlich (s.o.) die Anzeige von langen Dateinamen. Okay, WMA kann heute jedes, brauch ich aber eher nicht.

Die Wahl fiel auf das Blaupunkt Memphis MP66. Das hat noch nette Zusatzfunktionen: USB-Anschluß für externe Festplatten o.ä., MMC/SD Kartenleser, variable Bitraten. Das hört sich doch schon mal sehr gut an. Also hab ich die 355 Euro investiert und mir das Ding mal bestellt.

[RON 01] Pull The Trigger E.P. – Vinyl, Limitiert auf 400

Ich möchte euch heute mal diese Platte (ja, Platte, also Vinyl) ans Herz legen. Das Ding zeigt euch, daß auch aus Stuttgart gute Musik kommt 😉

Vom Style her straighter Hardcore und Frenchcore, 4 Tracks.

Auf Seite 1 ein kickender Track von Noize Junkie (auch bekannt als PainKiller, Shadowchaser, Sonic Overkill und Teil von Industrial Terror Squad. Releases u.a. auf ISR, Bastard Loud und Shockwave) und Talliban (bekannt und beliebt von den StuttHART Partys ;).

Danach „StuttHART feiert“ von Kriss Damage. Eine gelungene Mischung aus Hardcore und deutschem Rap. Ein typischer Kriss Damage Partytrack.

Auf Seite 2 ein Frenchcore Track von Audio Anarchy, früher als Noize Squad auf dem legendären Label United Speedcore Nation unterwegs.

Den Abschluß bildet ein weiterer Track von Talliban.

Die Scheibe ist auf 400 Stück limitiert und kostet nur € 7.

Mein Fazit: Kaufen.

Previews 96kbps:
A1: Noize Junkie vs The Talliban – Sleptic Possible Fuck
A2: Kriss Damage feat. Stormtrooper – StuttHART feiert
B1: Audio Anarchy – Bullet Bouncer
B2: The Talliban – M.O.O.N

Weitere Infos: http://www.krissdamage.de

Falls Ihr die Platte bestellen möchtet, dann schreibt eine Mail an: bestellung@krissdamage.de

Urheberrechtsschutz in der Musikindustrie

Mein bester Kumpel hat seine Dissertation fertig. Da ich denke, daß das Thema einige Leute interessieren würde, hier mal die Kurzinhaltsangabe:

Die Musikindustrie befindet sich nach Jahren stetigen Wachstums derzeit
in einer schweren Krise. Gemäß deren Interessenvertretern sind hierfür
überwiegend unautorisierte Kopien verantwortlich. Die Musikindustrie
fordert daher eine Verschärfung des Urheberrechtsschutzes. Eine solche
Verschärfung wird allerdings auch kritisch gesehen, da mit ihr
gleichzeitig eine Stärkung der Monopolmacht der Rechteinhaber
einhergeht. Im Zentrum des Interesses steht damit die Frage nach dem
wohlfahrtsoptimalen Niveau des Urheberrechtsschutzes. Zu diesem
Themenkomplex existiert bereits eine Reihe von Modellansätzen. Diese
sind jedoch nur begrenzt geeignet, die o. g. Frage in bezug auf
Tonträger zu beantworten, da sie die Existenz von Netzeffekten, und
damit ein zentrales Charakteristikum des Gutes Musik, vernachlässigen.

Ziel dieser Arbeit ist es daher, ein ökonomisches Modell des
Urheberrechtsschutzes bei Tonträgern zu entwickeln, das Netzeffekte in
die Analyse mit einbezieht. Mit dessen Hilfe soll die Frage beantwortet
werden, ob und inwieweit eine Verschärfung des Urheberrechtsschutzes
bei Tonträgern gesamtgesellschaftlich wünschenswert ist. Daneben werden
in der Arbeit die theoretischen Grundlagen der ökonomischen Analyse des
Urheberrechtsschutzes erörtert und der derzeitige Stand der Forschung
auf diesem Gebiet umfassend dargestellt. Um einen tieferen Einblick in
die derzeitige Krise zu gewinnen, wird zudem die Struktur der
Musikindustrie eingehend analysiert. Darüber hinaus werden auch das
technische Umfeld und die rechtlichen Rahmenbedingungen der
Musikindustrie untersucht.

Die Ergebnisse der Arbeit machen deutlich, daß Zweifel
angebracht sind, ob sich eine Verschärfung des Urheberrechtsschutzes
langfristig als ein probates Mittel zur Überwindung der derzeitigen
Krise der Musikindustrie eignet. Hierzu scheint vielmehr die
Entwicklung neuer Strategien seitens der Tonträgerhersteller
vielversprechender zu sein.

Zu bekommen ist das Buch bei Amazon oder direkt beim Eul Verlag.

Update: Die Telepolis hat auch einen Artikel zu diesem Thema und zu dem Buch.
Und noch ein Update: Auf Golem ists jetzt auch.

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