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Mein Geocaching-Rückblick 2016

Eigentlich könnte dieser Blogeintrag recht kurz ausfallen, wenn man rein die Zahlen nimmt: 1575 Funde an 149 Cachtetagen. Ergibt 4,3 pro Kalendertag, 30,2 pro Woche, 131,4 pro Monat. 4 Dosen ausgelegt, 6 Events veranstaltet. Ende.

Das wäre aber natürlich etwas zu langweilig und ich könnte auch keine Caches empfehlen, die mir in diesem Jahr besonders gefallen haben.

Wie schon Anfang der letzten Jahre habe ich mir die Mühe gemacht und meine Highlights 2016 herausgesucht, auch wenn das dieses Mal etwas länger gedauert hat. Und das waren einige!

GC 43

Januar
Es ist seit 2015 Tradition, im Januar irgendwo hinzufliegen und dieses „irgendwo“ cachenderweise kennenzulernen. Dieses Jahr fiel die Wahl auf Irland, genauergesagt auf Dublin. Zum genaueren Ablauf dieser Tour habe ich ja schon etwas geschrieben. Hervorzuheben sind neben Europe’s First vielleicht das TB-Hotel Dublin Airport Bug Hotel, der Virtual The Black Rose und die Letterbox Cache In – Trash Cache.

Zuhause war der Bibliocache in Esslingen seinen Besuch wert und einen FTF gabs bei Römer in Maulbronn.

Februar
Im Februar habe ich mir die Zeit immer mal wieder auf deutsche Autobahnen vertrieben. Daß man dort durchaus cachen kann, ohne versiffte Micros auf Rastplätzen zu suchen beweist die Letterbox Touristische Hinweisschilder A8 KA – ES, mit der man sich die Fahrt von Karlsruhe nach Esslingen versüßen kann. Einen FTF gabs bei unser erster und gleich ein Mystery.

Bratwurst

Die 360° Deutschland Challenge war der Auslöser einer Tour, die mich durch Bayern, Hessen und Thüringen führte. Ziemlich am Anfang kamen wir in den Genuß des Caches Der geliehene Schlitten des Weihnachtsmanns. Jeder kleinste Spoiler wäre hier zuviel, vielleicht nur das: Die FP-Quote von aktuell 95% (warum nur 95?) ist absolut berechtigt, der Cache ist einen Katzensprung von der Autobahn weg und man muß keine 10 Meter laufen. Es gibt also keine Ausrede, wenn man in der Gegend ist!

Natürlich war das nicht der einzige tolle Cache auf dieser Tour, hervorheben will ich hier noch Umweltcache, Kleiner -Winzer- und Romanik. Das ***** TB&GC Hotel Mansfeld Südharz + Geopostoffice ist einfach nur sehenswert und die Dose bei 1.Deutsches Bratwurstmuseum paßte einfach perfekt, auch wenn das Museum geschlossen war.

Zuhause gab es dann beim Mitarbeiter des… ein interessantes Rätsel und passendes Final. Ach und ich habe den FTF bei einem Cache geholt, bei dem ich das wirklich tun mußte: MARK.

Schlüssel der Macht

März
Der dritte Monat des Jahres ist quasi zweigeteilt: Die erste Hälfte der Highlights habe ich im Raum Stuttgart gefunden. Während Stemmi´s Geburtstagscache ein sehr cooles Final hat, liegt der Spaß bei Wunderbare Länder klar auf dem Rätsel. Einen FTF konnte ich bei Familie Ebinger verbuchen, einem Cache, der hier in der Gegend seinesgleichen sucht. Das Final ist nicht spektakulär, auch, wenn die Dose passend ist. Dafür ist das Rätsel der Hammer. Knackig, witzig, interessant. Und hat mir viel Spaß bereitet. „Spaß“ hätte bei Dornröschen eher der Owner gehabt, wenn er gesehen hätte, wie ich dort zum Final vorgedrungen bin. Aber wie heißt es so schön: It’s a dirty job, but someone’s gotta do it! Nachdem endlich auch Der große Unicache geloggt werden konnte, endet die erste Hälfte der März-Highlights.

Die zweite Hälfte hatte es in sich. Mit Schlüssel der Macht (reactivated) startete unsere Lost-Place-Tour. Einer der besten und auch anstrengendsten Caches, die ich bisher absolviert habe. Man bekommt einiges zu sehen und selbst jetzt, fast 10 Monate später, erinnere ich mich noch gerne zurück. Abends dann ein kleiner Abstecher nach Polen, ein leckeres Abendessen und eine Letterbox: Adolf In Stettin (Hakenterrasse). Am nächsten Tag folgten noch die Wampenschleifer-Caches Der Vorführer und Der Wachmann, die die Tour abrundeten.

360° BaWü

April
Da heißt es, ich wäre permanent irgendwo unterwegs. Stimmt gar nicht! Im April waren meine Highlights allesamt in Baden-Württemberg. Da steht doch was? Ja, und zwar eine mysteriöse Botschaft an der B10 bei Esslingen. Die wirklich schöne Dentalrunde in der Nähe von Ehingen an der Donau war super zu laufen und die Dosen passen sehr gut zum Thema.

Einer der Gründe, wieso ich mich vorrangig in meinem Bundesland aufhielt war die 360° Challenge in BaWü, die mich an Ecken gebracht hat, in denen ich noch nie war. Und manchmal auch in welche, in die ich nie wollte 🙂 Wo ich aber definitiv hinwollte, war der Wald bei Karlsruhe, in dem sich die Afrika-Runde abspielt. Ein anderer Wald brachte mir dann einen FTF bei …. Danke Rolf !!!, ein Weinberg den bei Graffiti im Wengert (Weinberg) und zum Ende des Monats widmete ich mich dem tollen Indoor-Cache Die drei ??? – Geheimnisvolle Botschaften.

Mai
Der Mai stand ganz im Zeichen von Landkreisen und Megaevents. Zuerst wurden die noch fehlenden Landkreise in Bayern besucht. Highlights waren Hilf Polly!, Der PFLONK! aus der Hölle…, die wirklich coole Letterbox 136 – Kinder und auf dem Rückweg noch The House of Marbles. Einen Rudel-FTF gabs bei Jason is back.

Landkreise Deutschland

Rund um den Megaevent in Erfurt nutzte ich die Zeit ausgiebig dafür, Dosen zu suchen und zu finden. Schon während der Fahrt Richtung Norden machte ich am 5 Sterne TB Hotel Halt, wo ich etwas improvisieren mußte, aber trotzdem meinen Spaß hatte. In Thüringen angekommen, konnte ich Challenge Nummer 1 – Challenge – 360° von Deutschland – erfolgreich beenden. Irgendwie liegen mir diese 360°-Geschichten. Nicht unerwähnt lassen möchte ich 20 Jahre Mauerfall, denn hier passen Rätsel und Final gut zusammen. Bewaffnet mit einer 9V-Blockbatterie bekam ich bei Hack me if you can! [9V Block|Smartphone] und Fire & Ice [9V Block] den Mund kaum zu. Der Hammer!

Auf dem Heimweg beendete ich dann Challenge Nummer 2: Projekt 425: Deutschland-Landkreise-Challenge. Hierzu habe ich ja auch schon etwas gebloggt.

Berg der Kreuze

Juni
Im sechsten Monat des Jahres ging es für mich zum Gigaevent „Project Glück Auf 2016“ nach Essen. Wie üblich habe ich mir ein paar tolle Dosen rausgesucht, die mir die Zeit „drumrum“ versüßen sollten: Geh aufs Ganze – mal anders!, Meister Röhrich, der sehr fiese Stein an Stein und das tolle, aber für mich sehr enge, Coin-, TB- und Bücher Hotel – Teleport USA sowie Häuser der Helfer – „Einsatz Feuerwehr Mettmann!“ auf der Hinfahrt. 5* TB Hotel „Fire Department Gelsenkirchen“, Hotel Seeblick (Motel Bates) und ? Kein Schwein ruft mich an! ? auf dem Heimweg.

Ende des Monats fiel dann der Startschuß für eine etwas größere Reise durch Lettland, Litauen, Estland, Finnland und Åland. Im Juni blieben da die Caches Varoņiem slava! und das Siauliai TB/GC Hotel in Erinnerung.

Juli
Die Reise ging bis in den Juli hinein. Auf dem Weg von Riga in die estnische Hauptstadt Tallinn gibt es unter anderem zwei TB-Hotels: Hotel Via Baltica und TB Hotel – Time Out. In und um Tallinn verbrachten wir ein ganzes Wochenende, besuchen den Megaevent und waren natürlich viel cachen. Empfehlenswert sind Linnapoku/ Citypoku mit seiner coolen Cacheumverpackung, Sauna, weil der Name hier Programm ist, sowie Türisalu cliff / Õ nagu õdus ja õnnis õhtu an der Steilküste.  Šokolaadimeistri/ Chocolate master und Stadtluft macht frei sind zwei Caches, die sich sehr gut in ihre Umgebung einpassen.

Bei GC72

Nach Tallinn geht es nach Helsinki. Die finnische Hauptstadt hat einiges an Dosen zu bieten. Hervorheben möchte ich hier Helsinki City Museum, SLU und Captain Obvious. Eine Sonderstellung nimmt sicherlich Sun Gear ein, der älteste Cache Finnlands, gelegt am 30. September 2000 in einem Wald außerhalb von Helsinki.

Auch auf den Åland-Inseln kann man cachen, netterweise zählt diese autonome Region Finnlands bei Groundspeak als eigenes Land. Neben Basteleien wie Idrottsparken gibt es dort bei Geostigen Natur pur und bei Land’s end on Åland ist man fast schon in Schweden.

Zurück in Lettland war der Besuch von Virtual Kurtenhof, dem einzigen Virtual im Baltikum, genauso Pflicht wie einen Spaziergang über den Zentralmarkt von Riga, bei dem man nebenher noch den Wherigo Riga Central market lösen kann.

August
In diesem Monat war es etwas ruhiger und ich war ziemlich wenig auf Dosensuche. Deshalb halten sich die Empfehlungen auch in Grenzen und liegen alle in der Nähe von Frankfurt am Main: VHS, Kobra übernehmen Sie ??? und der geniale Die Goonies. Passend zum European Elvis Festival in Bad Nauheim wandelte ich noch Auf den Spuren von Elvis. Ende des Monat gings in den Sommerurlaub und ich konnte mich als erster ins Logbuch von Rue Dunes eintragen.

September
Der September find an, wie der August aufgehört hatte: Mit einem FTF in Marokko, bei View on Agadir.

VEB Eisenwerk

Neben Hotel der Trolle (TB Hotel, A5) und dem witzigen Humppa Hey! liegen die restlichen Empfehlungen allesamt in oder auf dem Weg nach Sachsen, wohin es uns mal wieder auf Lost Place Tour verschlagen hat. Während Alukapsel Größe S, Spielcasino Zwickau, Der Fluchtweg der Moonshiners, 9V Samenbank/ TB-Hotel und 20 Cent in die Kategorie „Spielerei“ passen, sind Schmierereien im Kombinat, Der Elefant im Porzellanladen und VEB Eisenwerk Zwickau – Lost Place tolle LPs, in denen wir richtig viel Spaß hatten. Etwas aus der Reihe fallen zwei Caches in Thalheim: Weder Nicht alle Latten am Zaun noch Das Waldhaus, LP wollen so richtig in eine Kategorie passen. Lohnenswert sind sie aber natürlich trotzdem. Zum Abschluß der Tour folgte noch ein Besuch in Rupprich sei Bastelstub (reloaded).

L'Assaut

Oktober
Anfang Oktober waren wir wie schon im letzten Jahr mal wieder in Frankreich, ein Event in der Maginotline lockte. Der nette Nebeneffekt waren einige tolle Caches in Bunkern, von denen mir Groupe Mario : Entre les lignes #reloaded# und Le Fort de Soetrich am besten gefallen haben, auch wenn wir schon größere Werke gesehen haben. Sehr spaßig war auch L’assaut, ein knackiger Cache in außergewöhnlicher Location.

Ein paar Wochen später ging es schon wieder auf Tour, wieder Lost Places, dieses Mal allerdings Richtung Osten. Ein tolles Wochenende verbrachten wir bei Willkommen Oma Saalow (LP), schauten uns das Beelitz Heilstätten -Heizhaus- an, besuchten Gebäude, die Reif für die Birne… waren und klärten den Mord in der Fasanerie [NC] auf.

Wieder daheim sammelte ich den Lohn der Rätselei von alexens‘ Musik₽layer „Fernsehserien“ ein und schaute, was in Heilbronn so für Dosen Für Klugschei..er gelegt werden.

Hochfinstermünz

November
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und mir fällt schlagartig ein, daß ich noch nicht am Reschensee gewesen bin! Zusammen mit meinen Eltern hole ich das nach. Nicht, ohne gelegentlich mal eine Dose zu suchen. GalleryofModernArt-ZF92 war wirklich fies, aber eben auch sehr cool. Und bei LP Hochfinstermünz habe ich zwar schon öfter angehalten, aber der Mystery fiel mir erst jetzt auf.

Eine Premiere durfte ich in diesem Monat auch feieren: Mit SOKO-Schwarzwaldmarie Teil 1: Harmersbachtal, SOKO-Schwarzwaldmarie Teil 2: Nordrachtal und SOKO-Schwarzwaldmarie Teil 3: ……………….. konnte ich zusammen mit einem super Team meine ersten Echtzeitcaches lösen.

Nicht unerwähnt möchte ich auch Stromlinienförmig und Kleine Wegzehrung lassen, die mir beide sehr gut gefallen haben.

Letterbox Mallorca

Dezember
Im letzten Monat des Jahres 2017 stand ein Kurzbesuch in Paris an. Ich war 2011 dort schon einmal cachen, aber seitdem hat sich natürlich einiges geändert. Wirklich toll für Touristen ist der Wherigo I ❤️ Paris, den man einfach beim Sightseeing mitlaufen lässt. Da man den Eiffelturm ja tendenziell sowieso besucht, sollte man sich weder Eiffel Power, den Cache mit den meisten Favoritenpunkten in Paris (und aktuell Platz 6 in Frankreich), noch das TB Hotel Killakul entgehen lassen. Wo hat man sonst die Chance auf einen Large mitten in der Innenstadt?

Ende des Monats und des Jahres flogen wir nach Mallorca. Abseits von Ballermann und Sauftourismus ging es nach dem „Warmcachen“ bei Xisconator 1000# erstmal in den Untergrund, um bei Deep Darkness und Trau Dich! -ZONA M I- (reloaded) die Zahl der Länder mit „Caches in Bunkern“ auf 6 hochzuschrauben. Ganz in der Nähe gibt es auch noch eine tolle Letterbox B&S Letterbox #2 und auch der Empfehlung, zu Majorcas Best View zu fahren, kamen wir nach.

Das wars. Mein Geocaching-Jahr 2016. Vielleicht findet sich ja die eine oder andere Anregung für andere Cacher darunter.

Lösung: Firefox hängt sich auf der Geocaching.com-Karte auf

In den letzten Wochen und teilweise sogar Monaten hatte ich immer wieder das Problem, daß sich die Geocaching.com-Karte aufhängt und den Browser (in meinem Fall Firefox) aufhängt. Zuerst dachte ich an Probleme im Zusammenspiel mit GCTour, aber irgendwann machte mich die Fehlermeldung stutzig:

https://www.geocaching.com/acc…essage-center-header-widget.js:54

Das Script, das die ganze Seite eingefroren hat, hängt augenscheinlich mit dem Messagecenter zusammen. Kurz war ich leicht sauer, weil ich das Messagecenter zwar gelegentlich nutze, aber eigentlich nicht auf jeder Seite eingeblendet brauche. Daß ich hier richtig vermutet habe, bestätigt sich nach einem Blick ins Groundspeak-Forum: Ich bin nicht allein, es liegt am Messagecenter, konkret an der Anzeige der ungelesenen/neuen Nachrichten und dem Polling.

Scheinbar wurde hier mal wieder eine Funktion, die nicht mal zwingend nötig war, zu früh in die freie Wildbahn entlassen. Das Problem scheint sowohl mit Firefox als auch mit Chrome unter verschiedenen Betriebsystemen (Windows 7, 10, Linux) aufzutreten.

Aber es gibt Abhilfe. Ein findiger Geocacher hat mit dem „Message Center Widget Blocker“ ein Addon für Firefox und für Chrome programmiert, das das Widget des Messagcenters ausblendet. Das Ganze funktioniert tadellos und mir ist seitdem mein Firefox beim Benutzen der Karte nicht mehr eingefroren.

Einziger Nachteil dabei: Es wird nicht mehr angezeigt, wenn man eine neue Nachricht erhalten hat. Aber da kann man ja einstellen, daß man eine Email bekommt.

Neuauflage: Geocaching II – von Mysterys, Rätseln und Lösungen

Wer beim Geocaching nicht nur zu den Koordinaten rennt, sondern auch gelegentlich Listings liest, der stößt früher oder später auf Aussagen wie „bring deinen Gründel mit“ oder „vor Ort kann dir der Gründel helfen“. „Der Gründel“ ist eigentlich Markus Gründel. Da der aber natürlich nicht ständig mit jedem zum Cachen gehen kann, hat er praktischerweise ein Buch geschrieben, für das sich auch die Bezeichnung „der Gründel“ eingebürgert hat. Ursprünglich hieß dieses Standardwerk „Geocaching: Basiswissen für Draussen“, inzwischen lautet der Titel „Geocaching I – Alles rund um die moderne Schatzsuche“.

Wie der Titel schon vermuten läßt, gibt es auch einen zweiten Teil (und auch einen dritten), der sich mit Mysterys und deren Lösung beschäftigt: „Geocaching II von Mysterys, Rätseln und Lösungen“. Markus Gründel hat sich hierfür mit Steven Ponndorf zusammen getan, der mit über 1700 gelösten Mystery-Caches mehr als genug Erfahrung mitbringt.

Dieses Buch ist aktuell in einer neuen Auflage erschienen und wurde mir vom Conrad Stein Verlag netterweise zur Rezension zugeschickt. Vielen Dank dafür! Die Rezension gibt wie üblich meine persönliche Meinung wider und muß nicht zwingend mit der Meinung des Verlags übereinstimmen.

Sie wollen, daß ich Ihr Produkt hier in meinem Blog bespreche? Die Voraussetzungen finden Sie hier.

Teil 1 – Rätsel finden, verstehen und lösen
Dieser Teil nimmt mit gut 55 Seiten den größten Platz im Buch ein, was absolut Sinn macht. Denn bevor man das Rätsel nicht gefunden, verstanden und gelöst hat, braucht man nicht daran zu denken, was später draußen passieren wird. Zu Beginn wird kurz angesprochen, was ein Mystery-Cache überhaupt ist. Auch auf als Mystery gelistete Boni und Challenge-Caches wird eingegangen.

Nach einer kurzen Vorstellung diverser Tools (Leetkey, Exif-Viewer etc.) geht es in die Vollen: Listing auseinandernehmen, markante Stellen im Quelltext durchsuchen, verschiedene Zahlen, Schriften und Symbole übersetzen. Es geht um Grafiken und sogar um Töne, in denen sich Hinweise verstecken können, Barcodes und Zahlenspielereien, sprich: Viel Wissen, das einem schon beim nächsten Rätsel helfen kann.

Auf über 10 Seiten werden verschiedene Chiffren vorgestellt, von der bekannten und recht einfachen Caesar-Verschlüsselung, über Vigenère bis hin zu Base64. Und was ich sehr gut finde: Auch, wie man diese erst einmal erkennen kann, bevor man sich an die Entschlüsselung macht.

Alles in Allem ein vollgepacktes Kapitel, das einen mit vielen verschiedenen Möglichkeiten vertraut(er) macht, die einem bei Rätsel-Caches über den Weg laufen können. Und zu guter Letzt informieren die Autoren über die Besonderheiten beim Legen eines Mysterys.

Teil 2 – Tipps und Tricks mit dem GPS
Teil zwei gibt einen kurzen Überblick über Koordinaten ansich, bevor dann auf Funktionen eines GPS-Gerätes eingegangen wird, die man meist unterwegs immer mal wieder braucht: Wegpunktprojektion und Schnittpunktbildung. Das ersetzt natürlich nicht das Handbuch des eigenen GPS-Empfängers, gibt aber eine Vorstellung davon, was einem draußen „passieren“ kann und wie man das Problem dann lösen kann.

Hier hätte ich mir gewünscht, weg vom GPS-Gerät zu gehen und in der Theorie zu bleiben, weil sich die Geräte doch unterscheiden und gerade Anfänger verwirren könnten. Oder anhand der Thematik noch auf diverse Apps bzw. auf Flopps Karte einzugehen, mit der eine Wegpunktprojektion am heimischen PC möglich ist.

Teil 3 – Schlüssel von A bis Z
War das Buch bisher noch etwas, das man wirklich „lesen“ konnte, so ist der dritte und letzte Teil rein zum nachschlagen: Etliche Alphabete, Verschlüsselungsmethoden, Zahlensysteme, Periodensystem und so weiter finden sich auf fast 50 Seiten. Klar, man kann das heutzutage alles als App auf dem Handy dabei haben. Aber manchmal will man einfach lieber Papier in der Hand haben.

Fazit
„Geocaching II von Mysterys, Rätseln und Lösungen“ richtet sich eher an Anfänger, wirkliche Rätsel-Profis werden wenig Neues entdecken. Meiner Meinung nach macht das aber nichts, denn man hat viel Wissen komprimiert in einem Buch und eben nicht in vielen Apps oder auf vielen Webseiten.

Das Buch ist (noch) kein Standardwerk und ich bezweifle auch, daß ich in irgendeinem Listing „bring deinen Ponndorf-Gründel mit“ zu lesen bekommen werde. Das macht aber gar nichts. Denn dieses Büchlein ist einfach ein solides Nachschlagewerk für Cacher, die gerne rätseln. Es wiegt quasi nichts und passt in jede Jackentasche. Trotz einer Fülle von Apps werde ich mir „Geocaching II“ ins Handschuhfach legen. Denn ich stand schon an einem Cache, wo ich „den Gründel“ dringend gebraucht hätte, mit „Geocaching II“ wäre es vielleicht noch schneller gegangen.

Weitere Informationen
Steven Ponndorf und Markus Gründel
Geocaching II – von Mysterys, Rätseln und Lösungen
Conrad Stein Verlag
128 Seiten
9,90 €
ISBN: 978-3866864283

Geocaching Tourenplanung mit Project-GC

Project GC

Die wenigsten Cacher werden nur in ihrer Homezone und selten mal eine Dose suchen gehen. Früher oder später kommt dann das Thema Tourenplanung auf den Tisch. Es gibt verschiedene Lösungen für dieses Unterfangen, ich verwende gerne GCTour oder eben Project-GC.

Was ist Project-GC?
Project-GC beschreibt sich selbst wie folgt: „Project-GC ist eine Seite, die dynamische Statistiken für alle Geocacher weltweit liefert. Neben Statistiken werden auch verschiedene Karten angeboten, die vielleicht hilfreich sein könnten. Unser Ziel: Die beste verfügbare „Third Party“-Geocaching-Seite zu werden.“ Die Daten kommendabei direkt über die Geocaching Live API.

Für mich ist diese Website ein tolles Tool, um Caches für Geocaching-Touren zu finden, diese zu planen und auszuwerten.

Grundvoraussetzungen
Um die hier besprochenen Möglichkeiten voll ausschöpfen zu können, wird eine bezahlte Project-GC Mitgliedschaft benötigt. Diese kann vorab 10 Tage kostenlos getestet werden. Bei Anmeldung über http://project-gc.com/r/1dbab770 bekommst du zum selben Preis zwei Monate mehr. Meine Bezahltmitgliedschaft verlängert sich dabei auch um einen Gratismonat (was mir egal wäre, weil meine Mitgliedschaft eh bis 2020 läuft :))

Der Spaß kostet aktuell 18 Euro für ein Jahr, 34 Euro für 2 und 48 Euro für 3 Jahre. Also gerade einmal zwischen einem und 1,50 Euro im Monat.

Das Project-GC Greasemonkey-Script
Um die Funktionalität von Project-GC auch direkt auf Geocaching.com nutzen zu können, empfiehlt es sich, das Greasemonkey-Script zu installieren. Ähnlich wie GCTour oder vergleichbare Erweiterungen klinkt es sich in Geocaching.com ein und bietet beispielsweise die Möglichkeit, Caches direkt ins virtuelle GPS von Project-GC zu übertragen.

Das virtuelle GPS
Das virtuelle GPS ist eine Art Bookmarkliste, zu der man an sehr vielen Stellen auf Project-GC (und über das Greasemonkey-Script auch direkt von Geocaching.com) Caches hinzufügen kann. Die Caches der Liste lassen sich auf einer Karte anzeigen, man kann sie in eine Geocaching.com-Bookmarkliste exportieren, als CSV oder als GPX. Und man kann sich alle Galeriebilder aller Caches auf der Liste in einer Übersicht anzeigen lassen.

Virtuelles GPS


Planung direkt auf Geocaching.com
Sind wir ehrlich: Man tut sich schwer, gewohnte Umgebungen aufzugeben. Die meiste Zeit wird sich ein Cacher bei der Planung daher direkt auf geocaching.com aufhalten. Nachdem das Greasemonkey-Script installiert wurde, hat man die Möglichkeit, einen Cache auf der Karte oder im Listing zum virtuellen GPS hinzuzufügen.

Greasemonkey-Script auf Geocaching.com Karte


Wenn man seine Route schon kennt und beispielsweise nur beliebige Caches direkt an der Straße einplanen will, kann man dies direkt auf der Karte tun.

Live-Karte
Eine weitere – dank alter Icons auch vertrautere – Planungsmöglichkeit bietet die Live-Karte von Project-GC. Diese Karte erzeugt eine filterbare Ansicht aller Caches.

Live-Karte
Filter Live-Karte


Im Prinzip das selbe wie die Groundspeak-Karte, allerdings wesentlich komfortabler und eben filterbar. Also nicht nur „Tradis an/Tradis aus“, sondern auch „Nur Tradis und Earthcaches mit mindestens 50 Favoritenpunkten, die maximal T3 sind“.So kann man die Tour wirklich mit wenigen Klicks an seine Bedürfnisse, Vorlieben und Fähigkeiten anpassen. Allerdings: Die Daten hinken mal einen Tag oder zwei hinterher. Wer wirklich minutenaktuelle Cacheansicht auf der Karte braucht, bekommt diese nur direkt auf geocaching.com. Meist läßt sich das aber verschmerzen.

Routenplaner – Caches auf der Route
Diese Funktion gibt es auf geocaching.com ziemlich versteckt bei den Pocket Querys unter dem Punkt „Find caches along a route“. Die Funktionalität ist denkbar einfach: Anhand von Start und Ziel wird meine Route berechnet. Dann werden mir sämtliche Caches in einem bestimmten Abstand links und rechts der Straße angezeigt.

Routenplaner

Wenn die Route also schon bekannt ist, kann man über dieses Tool alle ungewollten (sprich: zu weit weg von der Straße) Caches ausschließen. Auch auf Project-GC ist es etwas versteckt: Unter dem Usermenü ganz rechts findet man, was man sucht.Dort kann man nun eine Route mit Start, Ziel sowie maximal 8 weiteren Zwischenstationen erstellen lassen.

Routenplaner

Während Groundspeak nur Start/Ziel erlaubt und die Weiterverarbeitung der Ergebnisse nur auf der Karte oder als Pocket Query erlaubt, geht Project-GC hier noch einen Schritt weiter: Die Route kann an vielen Stellen des Angebotes als Filter verwendet werden.

Der Routenplaner nimmt komplette Adressen und auch POIs an. Man kann also das Ganze bis zur Hausnummer beispielsweise des Hotels optimieren und als Start „Hotel ibis Styles Riga, Riga, Lettland“ oder „27 Katrīnas dambis, Riga, Lettland“ angeben.

Zu beachten wäre noch, daß natürlich Caches mit in den Topf kommen, die in den jeweiligen Städten an Start und Ziel liegen. Wer das vermeiden will, startet und beendet die Tour etwas außerhalb.

Ich will nun auf dem Weg von Riga nach Tallinn nur die 20 Caches mit den meisten Favoritenpunkten angehen. Hierzu geht man auf die Seite mit den Top Favoriten-Caches. Dort wählt man über „Filter hinzufügen -> Route“ die gerade gespeicherte Route aus. Gegebenenfalls machen weitere Filter wie beispielsweise „Keine archivierten Caches“ Sinn.

Das Ergebnis ist eine Liste, die ich über die Buttons „Zum virtuellen GPS hinzufügen“ und „Eine Karte erstellen“ weiterverarbeiten kann. Dort exportiere ich die ersten 20 Einträge und schon habe ich meine Tourplanung beendet.

Fazit
Project-GC ist ein absoluter Mehrwert, nicht nur, was die Tourplanung angeht. Auch Statistiker kommen auf ihre Kosten und selbst wenn einem nur die neuen Icons auf der Geocaching.com-Karte nicht gefallen, bietet Project-GC eine Alternative in Form der Live-Karte.

Ob man die bezahlte Mitgliedschaft „braucht“, hängt natürlich vom jeweiligen Cacheverhalten ab. Die kostenpflichtigen Features sind klar markiert und so kann sich jeder selbst ein Bild machen. Ansonsten sind 1,50 Euro im Monat ein fairer Preis.