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Urheberrechtsschutz in der Musikindustrie – Reaktionen

Nachdem ich schon über Jochens Dissertation berichtet hatte, scheint das Thema langsam aber sicher auch die „Großen“ zu interessieren: Heise (TP) und Golem haben etwas darüber geschrieben.

Aber nicht nur das: Auch unzählige Weblogs scheinen sich dafür zu interessieren:

Und **Trommelwirbel** Sogar der Schockwellenreiter!

Mal schauen, was da noch nachkommt.

Urheberrechtsschutz in der Musikindustrie

Mein bester Kumpel hat seine Dissertation fertig. Da ich denke, daß das Thema einige Leute interessieren würde, hier mal die Kurzinhaltsangabe:

Die Musikindustrie befindet sich nach Jahren stetigen Wachstums derzeit
in einer schweren Krise. Gemäß deren Interessenvertretern sind hierfür
überwiegend unautorisierte Kopien verantwortlich. Die Musikindustrie
fordert daher eine Verschärfung des Urheberrechtsschutzes. Eine solche
Verschärfung wird allerdings auch kritisch gesehen, da mit ihr
gleichzeitig eine Stärkung der Monopolmacht der Rechteinhaber
einhergeht. Im Zentrum des Interesses steht damit die Frage nach dem
wohlfahrtsoptimalen Niveau des Urheberrechtsschutzes. Zu diesem
Themenkomplex existiert bereits eine Reihe von Modellansätzen. Diese
sind jedoch nur begrenzt geeignet, die o. g. Frage in bezug auf
Tonträger zu beantworten, da sie die Existenz von Netzeffekten, und
damit ein zentrales Charakteristikum des Gutes Musik, vernachlässigen.

Ziel dieser Arbeit ist es daher, ein ökonomisches Modell des
Urheberrechtsschutzes bei Tonträgern zu entwickeln, das Netzeffekte in
die Analyse mit einbezieht. Mit dessen Hilfe soll die Frage beantwortet
werden, ob und inwieweit eine Verschärfung des Urheberrechtsschutzes
bei Tonträgern gesamtgesellschaftlich wünschenswert ist. Daneben werden
in der Arbeit die theoretischen Grundlagen der ökonomischen Analyse des
Urheberrechtsschutzes erörtert und der derzeitige Stand der Forschung
auf diesem Gebiet umfassend dargestellt. Um einen tieferen Einblick in
die derzeitige Krise zu gewinnen, wird zudem die Struktur der
Musikindustrie eingehend analysiert. Darüber hinaus werden auch das
technische Umfeld und die rechtlichen Rahmenbedingungen der
Musikindustrie untersucht.

Die Ergebnisse der Arbeit machen deutlich, daß Zweifel
angebracht sind, ob sich eine Verschärfung des Urheberrechtsschutzes
langfristig als ein probates Mittel zur Überwindung der derzeitigen
Krise der Musikindustrie eignet. Hierzu scheint vielmehr die
Entwicklung neuer Strategien seitens der Tonträgerhersteller
vielversprechender zu sein.

Zu bekommen ist das Buch bei Amazon oder direkt beim Eul Verlag.

Update: Die Telepolis hat auch einen Artikel zu diesem Thema und zu dem Buch.
Und noch ein Update: Auf Golem ists jetzt auch.

Die Stadt Stuttgart ist geldgeil!

Daß in Stuttgart sehr sehr unsinnige Sachen geahndet werden, ist ja bekannt. Doch nicht nur beim falsch parken wird gnadenlos abgezockt und Geld gescheffelt. Ich wurde vorhin kurz nach einer Bushaltestelle, an einer Steigung, wo man natürlich erstmal Gas geben _muss_, geblitzt. Aus einem Auto (Opel Meriva, silber, Stuttgarter Kennzeichen) raus. Dürfte zwar nicht sonderlich teuer kommen, aber das _wie_ und das _wo_ regt mich auf. An einer Stelle die ja super gefährdet ist und wo sich ständig Unfälle ereignen. Keinen einzigen Unfall hats da die letzten Jahre gegeben! Haha, selten so gelacht.

Liebe Stadt Stuttgart! Das ist die _pure_ Geldmacherei! Mögen diverse Beamte beim Bearbeiten meiner Verwarnung Magenkrämpfe kriegen. Und an die, die diese Idee hatten: Euch soll der Blitz beim Scheißen treffen, geldgeiles Pack!