The Kids Guide to the Internet – Freitagsvideo 21.08.2015

Ja, damals…

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Mobilfunk und mobiles Internet in den USA

Anfang Mai war ich einige Wochen in den USA. Natürlich wollte ich geocachen und natürlich wollte ich generell die Möglichkeit haben, unterwegs aufs Internet zuzugreifen. Sicher wird der eine oder andere von euch eine Reise in die USA planen und will dort nicht offline bleiben.

Roaming

Zu allererst: Was in Europa inzwischen auch preislich funktioniert, nämlich einfach Roaming zu nutzen, ist in den USA unmöglich. Na ja, unmöglich nicht, aber wer zahlt schon gerne überhöhte Preise? 3 Euro pro MB bei Vodafone, 15 Euro für 150 MB in einer Woche bei T-Mobile, Eplus will 99 Cent pro MB und den Vogel mit €11,99 für 24 Stunden und 6 (!) MB schießt O2 ab. Wir reden hier wohlgemerkt von Megabyte. Lächerlich! Vodafone würde über 3000 Euro pro Gigabyte kassieren. Das mit dem weltweiten Internet scheint noch nicht so ganz angekommen zu sein.

Aber gut, es muß ja nicht die eigene Rufnummer sein. Nach Hause telefoniert wird dank Whatsapp und Co. so gut wie nicht mehr. Also holt man sich eben eine ausländische Simkarte. Meine bisherigen Erfahrungen im Ausland (Italien, Frankreich, Österreich, Kroatien) sahen wie folgt aus: Simkarte kaufen, einlegen, loslegen. Ganz so einfach ist das in den USA leider nicht.

Die Ausgangssituation: Mobilfunk in den USA

Dazu muß man wissen, daß es – anders als in Europa – mehrere Netzarten gibt. Verizon und Sprint nutzen CDMA, das mit unseren GSM-Handys vollkommen inkompatibel ist. Übrig bleiben AT&T und T-Mobile USA. Natürlich gibt es auch Reseller wie H2O wireless oder Red Pocket, die ebenfalls diese Netze benutzen.

Es liegt nahe, die Telekom zu nehmen (jaja, auch wenn man sie in Deutschland verflucht). Kennt man, wird schon passen. Tut es aber nicht. Oder zumindest nur teilweise. Die Telekom wäre nicht die Telekom, wenn sie nicht eine Extrawurst braten würde:

Our 3G network operates on the 1700 MHz and 2100 MHz frequencies. You’ll need a phone that supports 1700 MHz and 2100 MHz to connect to our 3G network.

T-Mobile USA erweitert zwar nach und nach auch 1900 MHz. Allerdings vorrangig in Großstädten. Gerade das 1700 MHz Frequenzband wird nur von einigen Mobilfunk-Anbietern in Nord- und Südamerika verwendet. Nur kann dieses Frequenzband fast kein in Europa verkauftes Handy nutzen. Mein iPhone 5S kann es wohl, das Nexus 5 auch, das Samsung Galaxy S5 nicht. Die Konsequenz: Maximal EDGE.

Die Lösung

AT&T SimkarteBleibt AT&T. Dort funktioniert alles wie gewohnt. Na ja, fast. LTE funktioniert nicht, aber das läßt sich verschmerzen. Man darf sich allerdings nicht von dem „4G“ im Handydisplay täuschen lassen. Das ist kein LTE, sondern HSDPA.

AT&T bietet einen Prepaid-Tarif namens „GoPhone“ an. Dort kosten dann 2,5 GB Daten plus Telefon- und SMS-Flat $60 im Monat. Tethering ist in diesem Tarif erlaubt. Perfekt!

Die Simkarte habe ich vorab in Deutschland gekauft. Ging schnell und hat funktioniert, eine Micro- oder Nanosim ist kein Problem. Natürlich kann man das auch erst vor Ort erledigen, aber ich wollte direkt nach der Landung online sein.

Einrichtung

Die Simkarte muß vorab noch aktiviert werden. Das funktioniert auf der AT&T-Website. Man benötigt ein 5stellige US-Postleitzahl (ZIP-Code). Am besten verwendet man die Postleitzahl der Gegend, in der man sich vorrangig aufhalten wird, man bekommt dann eine Nummer mit der dortigen Vorwahl zugeteilt. Des Weiteren wird die ICCID (steht auf der Simkarte) und die IMEI abgefragt. Als IMEI habe ich einfach 15 mal die 1 eingegeben.

Ein kleiner Fallstrick ist auf der Website eingebaut: Das @ kann (warum auch immer) nicht über die Tastatur eingeben werden. Auch strg+v funktioniert nicht. Man muß sich das Zeichen irgendwo kopieren und über das Browsermenü (bei Firefox: Bearbeiten -> Einfügen) einfügen.

Im Laufe des Aktivierungsvorgangs wird auch ein Tarif gewählt. Die Aktivierung sollte grob eine Woche vor Ankunft in den USA vorgenommen werden. Man bekommt seine Telefonnummer und eine PIN, mit der man sich auf der AT&T-Website einloggen kann. Kleiner Haken: Die PIN muß sofort geändert werden. Die neue PIN kommt per SMS, ist also nur im AT&T-Netz zu empfangen.

Guthaben aufladen

Ohne Guthaben bringt die Karte natürlich wenig. Hier muß man beachten, daß der gewählte Tarif sofort aktiviert wird und die Zeit läuft. Wer also 3 Wochen in den Staaten verbringt, sollte nicht schon 4 Wochen vorher Geld auf die Karte einzahlen.

Guthaben kann man von Deutschland aus eigentlich nur über eine Website von AT&T aufladen („Give a Gift“). Dort benötigt man die Telefonnummer, eine US-Adresse (bspw. vom Hotel) und eine Kreditkarte. Bei mir wurden noch die letzten 4 Stellen der Social Security Number abgefragt. 0000 funktionierte. Alternativ kann man natürlich auch Guthabencodes kaufen (online oder vor Ort). Aufladen kann man dann aber natürlich erst nach der Landung.

Achtung: Spätestens 26 Tage nach Aktivierung der Simkarte muß Guthaben aufgeladen sein, sonst verfällt die Karte!

Online gehen

Verbleibendes DatenvolumenEs reicht normalerweise nicht aus, einfach nur die AT&T-Simkarte einzulegen und sich ins Netz einzubuchen. Damit kann man zwar telefonieren, hat aber keine Verbindung zum Internet. Die funktioniert erst, wenn man die richtigen APN-Daten („Access Point Name“) eingetragen hat.

APN: wap.cingular
Unsername: wap@cingulargprs.com
Password: CINGULAR1

Beim iPhone kann man das komfortabel über den iPhone APN Changer machen. Einfach www.unlockit.co.nz mit dem Handy aufrufen und den Anweisungen folgen.

Das wars. Ach ja: über die *777*3# kann man jederzeit sein verbleibendes Datenguthaben abfragen.

Fazit

Es war einiges an Arbeit, sich durch die Angebote, Möglichkeiten und Probleme zu wühlen, die den amerikanischen Mobilfunkmarkt betreffen. Im Endeffekt habe ich mit der AT&T GoPhone Simkarte aber alles richtig gemacht. Weder in New York, noch in Florida hatte ich Empfangsprobleme. Die Geschwindigkeit war durchgängig sehr gut und immer HSDPA. Halt, stimmt nicht! Ich hatte einmal einige Meter nur EDGE 🙂

Ich hoffe, ich habe mit diesem Blogeintrag einigen bei ihrer Reiseplanung geholfen.

Ach ja: Natürlich gibt es in größeren Städten an (fast) jeder Ecke freies WLAN. Wenn man nur gelegentlich mal in seine Mails schauen will, reicht der Besuch bei Starbucks vollkommen aus. Will man allerdings unabhängig, entspannt und permanent online sein, lohnt sich eine Simkarte.

Cleanternet.org – Campaign for a cleaner and safer Internet

Heute mal auf Englisch. Aber wichtig. Alexander Lehmann, der damals auch das Rette-deine-Freiheit-Video gemacht hat, hat ein neues Projekt: Cleanternet.

Cleanternet is a campaign to support European Commissioner Cecilia Malmström in her plans to introduce a website blocking system in Europe. All European countries must be forced to fight for a cleaner and safer Internet.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Via Spreeblick, Netzpolitik.

Domain Name System (DNS) einfach erklärt – Freitagsvideo 26.03.2010

Heute mal keine Musik. Dafür  Technik, die jeder täglich nutzt. Wer schon immer mal wissen wollte, wie DNS funktioniert.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

KabelBW: 32 MBit Internet rückt näher

Vor gefühlten 2 Jahren habe ich mich entschlossen, Arcor zu verlassen. Nicht, weil der Laden so schlecht ist, sondern, weil hier in absehbarer Zeit nicht mehr als meine (eh schon halboffizielle) 3 Mbit/512 Kbit Leitung möglich sein wird. 4 Jahre 3 MBit sind genug 😉

Anyway, einfach mal eben so geht Kabel Internet nicht. Da muß der Hausbesitzer gefragt werden. Oder die Eigentümerversammlung. Vorher muß aber der Hausverwalter sein Okay geben, damit ein Techniker vorbeikommt, sich alles anschaut und einen Leitungsführungsplan erstellen kann. Findet KabelBW den okay, dann geht das Ganze an die Eigentümerversammlung. Gibt auch die ihr Okay, DANN, aber erst dann klappt das.

Und das zieht sich. Bei mir jetzt bald ein Jahr. Letzte Woche rief dann eine Dame bei mir an. Sie sei von einem externen Dienstleister, der mich gerne besuchen und mir schnelles Internet machen würde. LOL, ja, genau. Ich dachte eigentlich, daß da noch irgendwelche Kabel gezogen werden müssen. Also hab ich mal bei der KabelBW Hotline angerufen. Dort wurde mir versichert, daß alles mit rechten Dingen zugeht. Der Techniker würde also morgen vorbeikommen, ne neue Kabeldose draufschrauben und das Kabelmodem gleich mitbringen. Ab dann könnte ich über KabelBW online gehen. Und ich glaub das jetzt einfach mal 😉

Netter Nebeneffekt der Warterei: Zwischen Bestellung und Lieferung hat KabelBW die Geschwindigkeit (leider nur des Downstreams) von 25 auf 32 MBit hochgeschraubt. Ich bin jedenfalls gespannt, was ich mit soviel Bandbreite anfangen werde. Für den Upstream habe ich schon eine gute Verwendung: Hier warten einige Fotos, die noch auf Flickr müssen.

Arcor vs. YouPorn – Zensur umgehen leicht gemacht

Langsam gehen mir die Kindereien diverser deutscher Fickseitenanbieter auf die Eier! Arcor trifft dieses Mal ja keine Schuld, sie wurden per einstweiliger Verfügung gezwungen.

Was ist da für ein Land, in dem Zensur mit rein kommerziellem Hintergrund gerichtlich nicht nur geduldet, sondern auch noch explizit gewollt ist?

Anyway, Arcor ist zum Glück nicht wirklich schlau, was das angeht:

C:\Users\mark>nslookup www.youporn.com
Server: UnKnown
Address: 192.168.1.1:53

Nicht-autorisierende Antwort:
Name: www.youporn.com
Address: 127.0.0.251

Also schnell mal neue Nameserver eingetragen und gut ist:

C:\Users\mark>nslookup youporn.com
Server: michael.vatican.va
Address: 212.77.0.2:53

Nicht-autorisierende Antwort:
Name: youporn.com
Addresses: 74.86.111.8, 74.86.111.11

Und ja, der Nameserver des Vatikan paßt hier perfekt, finde ich 😉

Kündigung: Weg von Arcor, hin zu KabelBW

Nach Jahren, die ich (zufrieden!) bei Arcor war, habe ich eben einen neuen Anschluß bei KabelBW beantragt. Hintergrund der Aktion: KabelBW bietet Zugänge mit 25 MBit Down- und vor allem 2,5 MBit Upstream an. Der Downstream kratzt mich nicht sooo wahnsinnig, aber grade, wenn man mal ein Backup von 700 MB uploaden will sind 2,5 MBit schon genial.

Leider kann ich erst zum 28.09. wechseln, aber dann werde ich die Vorzüge dieses Angebots nutzen können. Arena habe ich schon, also würde Telefon und Internet inklusive beider Flatrates rein rechnerisch auf 35 Euro kommen. Bei Arcor zahle ich bisher fast 60.

Da ich einen neuen Receiver bekomme und Premiere ja gekündigt ist, kann ich die DBox ja mal ins LAN hängen und Linux draufhauen 😉 Gut, den WLAN Router, ein D-Link DI 524, werde ich sicher nicht brauchen. Meinen Asus WL-500g Premium mit OpenWRT und X-WRT werde ich so schnell nicht tauschen. Und schon gar nicht gegen einen D-Link!

Ich bin jedenfalls gespannt und freue mich. Lustigerweise lies sich Arcor online nicht kündigen. Sobald ich bei Rufnummernportierung ein "Ja" angeklickt habe, gabs nen Fehler. Macht aber nichts. Per Einschreiben hätte ich so oder so noch zusätzlich kündigen müssen.

Der einzige Wehrmutstropfen ist, daß ich bei KabelBW kein ISDN mehr bekommen kann. Dabei habe erst vor einigen Monaten ein Siemens Gigaset SX 455 isdn gekauft und bin damit mehr als zufrieden. Aber gut, das Telefon gibts auch in einer Analogvariante. In 3,5 Monaten geht für mich also nach grob 10 Jahren die ISDN-Ära zuende.