#standwithukraine

Ilsa Gold – Freitagsvideo 09.04.2010

Leider leider ist Ilsa Gold heute nur noch wenigen ein Begriff. Dabei haben die beiden Österreicher Anfang/Mitte der 90er Jahre wirklich jede Tanzfläche und jede Party gerockt. Ich will hier mal einen Überblick über das musikalische Schaffen geben.

Alles begann 1993. Ich bin mir ziemlich sicher, daß „Up“ das erste war, was ich von Ilsa Gold gehört habe.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Kurz danach kam „Silke“ raus. Das sollte eigentlich jeder kennen, mindestens aber die Samples: Das „Gudnn Aaaaaaamd“ der Mainzelmännchen und die Melodie aus „La Boum“. Hey, das war immerhin DER Teenager-Film der 80er!

Vor allem der Speedfreek-Remix ist auch heute noch genial.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Nach „Silke“ kam „Silke II – Süchtig“ und erzählte, wie es mit Silke abwärts ging. Spätestens jetzt wurde klar, daß Ilsa Gold quasi ihr eigenes Publikum verarschen. Und sich selbst gleich mit.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Was solls, zur damaligen Zeit waren Drogen für einen großen Teil des Technopublikums leider Normalität. Auf der Bühne gegen Drogen zu sprechen und dafür Applaus von Druffis zu bekommen, war schon paradox. Ein gutes Beispiel war der Auftritt auf der Mayday 1994 in Dortmund.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Im selben Jahr kam auch „4 Blond Nuns“ raus, das – je nach Mix- mit Hilfe der Four Non Blondes, diversen Samples (u.a. „Alles naar de Kloote“ und „Amsterdam waar lech dat dan?“ von den Euromasters, „Poing“ von Rotterdam Termination Source, „Pull Over“ von Speedy J) und viel viel Bassdrum die Tanzflächen füllte.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Daß sie auch anders können (mal vom Titel abgesehen), beweist „Goldenshower“ vom Sampler der „Rave Olympia“-Mayday. Hört sich etwas nach “The First Rebirth” von Jones & Stephenson an.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Nebenher liefen die „Sons of Ilsa“, bei dem man sich und die Rave-Szene noch mehr verarschte als unter Ilsa Gold. Es kam eine LP mit dem Jahrhunderttitel „Die Zipfelmütze, der Handwagen und die Gummimuschi“ (in Anlehnung an Sven Väths „The Harlequin, the Robot and the Ballet-Dancer“) raus.

Danach kam außer diversen Remixen nicht mehr viel. Leider. Irgendwann vor grob 7 Jahren gabs noch eine Best Of Compilation namens „Regretten Rien!“, die ich absolut jedem ans Herz legen will, der auf spaßigen Techno steht. Habe ich damals auch schon getan.

Eine Lanze für Kevin Kuranyi

Es mag etwas ungewohnt sein, daß ich mich zu Spielern anderer Mannschaften äußere. Erst recht, wenn sie mal beim VfB gespielt haben. Und einen unrühmlichen Abgang hatten.

Aber gut, man muß manchmal auch über seinen Schatten springen können. Damit meine ich nicht nur mich, sondern auch und vor allem den lieben Herrn Löw.

Kevin Kuranyi hat ein Länderspiel, bei dem er nur auf der Tribüne saß, vorzeitig verlassen. Ja, das wars. Nichts weiter. Er hat weder jemanden umgebracht, noch den Bundestrainer geschlagen.

Wenn man so will: Er hat seinen Arbeitsplatz vorzeitig und unerlaubt verlassen. Dafür kann man ihn bestrafen, okay. Die DFB-Oberen kommen dann ja wieder mit dem Geheule von wegen „Schlechtes Vorbild für Kinder“ an. Also bestraft man den Spieler von mir aus.

Die Strafe: Nie mehr ein Länderspiel unter Jogi Löw. Da hat der liebe Herr Löw ganz ganz hart durchgegriffen. Damals war das nicht wirklich schlimm. Kuranyi war außer Form und alles, aber keine Verstärkung für die Nationalmannschaft. Und aus welchen Gründen Stürmer, die nicht treffen, nicht für die Nationalmannschaft nominiert werden, ist ja relativ egal.

Jetzt sieht die Situation anders aus: Die ach so tollen Nationalstürmer krebsen unter „ferner liefen“ in der Torjägertabelle rum.

Gomez ist mit 10 Toren noch der Beste, Cacau hat 8. Aber die beiden sind ja nicht die Stammkräfte. Bei denen siehts sehr sehr schlecht aus: Klose hat gerade mal 2 mickrige Törchen in 21 Spielen geschossen! Z-W-E-I! Lukas Podolski genauso, nur daß der 2 Spiele mehr brauchte!  Z-W-E-I! Hallo? Zwei verfluchte Tore schoß ein Gerd Müller ja fast pro Spiel!

Fakt ist: Die Herren Nationalstürmer treffen nicht. Und es wird, zumindest angeblich, nach Leistung aufgestellt. Wäre das so, würde der Sturm der deutschen Nationalmannschaft ganz anders aussehen. Und zwar so: Kevin Kuranyi zusammen mit Stefan Kießling. Warum? Ganz einfach, lassen wir die nackten Zahlen sprechen: Jeweils 18 Tore.

Jeder, der auch nur ansatzweise Zahlen verstehen kann, rafft doch, daß Joachim Löw nicht an diesen beiden Spielern vorbeikommen KANN. Es geht nicht anders. Außer natürlich, der Bundesjogi will sich in Zukunft über knappe 1:0 Siege gegen Liechtenstein freuen.

Nicht, daß das hier jemand falsch versteht: Das hier ist pro Kuranyi und Kießling. Aber nicht contra Klose und Podolski. Wenn die wieder ihre Form gefunden haben, sollen sie genauso eine Chance bekommen.

Daher mein Appell: Lieber Jogi Löw, spring über deinen Schatten. Begnadige Kevin Kuranyi. Er hat seinen Fehler eingesehen, er hat sich entschuldigt. Alles andere ist reines Bundestrainer-Ego.

Fang endlich an, die deutsche Nationalmannschaft so aufzustellen, daß wir im Sommer Weltmeister werden können! ICH will das nämlich. Und wenn du mal nett nachfragst, sehen das die Herren beim DFB sicher ähnlich.