Auf einen Sprung ins Vogtland – Interview mit der Orga

auf einen sprung ins vogtland

Auch 2018 habe ich vor, wieder ein paar Megaevents zu besuchen. Neben Stashes ’n‘ Stones ist das auch ein Event in einer Gegend, an der ich bisher viel zu oft nur vorbeigefahren bin: Dem Vogtland. Zeit, sich einmnal näher mit Auf einen Sprung ins Vogtland zu beschäftigen.

flagge deutschland

Das Vogtland (tschechisch Fojtsko) ist eine Region im Grenzgebiet von Bayern, Sachsen, Thüringen und Böhmen. „Vogtland“ bezieht sich auf die Vögte von Weida, Gera, Plauen und Greiz. Die Landschaft des Vogtlandes wirkt durch Felder, Wiesen und bewaldete Hügelkuppen sehr idyllisch. Im Süden und Südosten steigt das Vogtland zum Mittelgebirge an und nimmt, vor allem im Osten, auch Teile des Erzgebirges ein.

Um herauszukriegen, ob und wieso sich eine Reise dorthin auch für jeden anderen lohnt und was geboten wird, habe ich – wie schon in der Vergangenheit bei anderen Megaevents – einfach mal bei der Orga angefragt und mir einige Fragen beantworten lassen.  „Die Orga“ war in diesem Fall Toni aka. king-ton.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Megaevent im Vogtland zu veranstalten?

Auf der Rückfahrt von einem anderen Mega-Event warf jemand die Frage in den Raum: „Wir könnten doch auch einmal im Vogtland ein Mega-Event veranstalten?“ Aus dieser auf Scherz angelegten Frage sollte bereits kurze Zeit später Wirklichkeit werden.

In welcher Location wird das Event stattfinden?

Unser Event findet nicht in einer Location statt, sondern wird ein Outdoor-Event sein. Es findet an der Sparkasse Vogtland Arena in Klingenthal statt. Hierbei handelt es sich um eine der modernsten Skisprung-Anlagen der Welt.

Warum gerade dort?

Wir haben mit dem Betreiber der Schanze, der Vogtland Arena GmbH, einen Partner gefunden, der uns bei der Durchführung mit der notwendigen Logistik unterstützt. Außerdem wollen wir die Geocacher an eine Location führen, die sie im Vogtland gesehen haben sollten und genau dies sehen wir in der Vogtland Arena.

Für wie viele Geocacher plant ihr eurer Event?

Die Zahl lässt sich schwer einschätzen. Aktuell haben sich etwa 2500 Personen angemeldet. Mit dem Betreiber der Schanze haben wir einen erfahrenen Partner gefunden, welcher mehrmals im Jahr Events mit mehreren Tausend Teilnehmern veranstaltet. Dazu gehören neben Weltcups in verschiedensten Sportarten auch Musikkonzerte. Daher sind wir bei der Anzahl der Personen recht flexibel. Allerdings werden wir, wie bereits im Listing geschrieben, ab 15114 Teilnehmern aus Sicherheitsgründen eine Warteliste eröffnen müssen 😀

Gibt es eine maximale Anzahl an Teilnehmern, die diese Location besuchen dürfen?

Wie bereits gerade geschrieben, finden mehrmals im Jahr Großveranstaltungen statt, wo bereits mehr als 25000 Teilnehmer auf dem Gelände waren. Daher gibt es praktisch keine Teilnehmerbegrenzung, allerdings lässt sich ein Weltcup nicht mit einem Geocaching-Event vergleichen. Aber wir werden genug Platz für alle Teilnehmer haben.

Was bietet ihr dem Besucher? Gibt es aktuell schon ein Programm und wenn ja, was würdet ihr davon hervorheben?

Wir bieten dem Besucher ein vielschichtiges Angebot: Verkaufsstände, Spiel & Spaß, Woodcoinareal oder
Bastelbereich. Wir arbeiten aktuell an verschiedenen Themen. Details geben wir rechtzeitig über unsere
verschiedenen Kommunikationskanäle (Announcement, Website, Facebook, Instagram) bekannt.

Es finden – vor allem in Deutschland – immer mehr Megas statt. Warum sollten Cacher gerade ins Vogtland kommen?

Das Vogtland ist durch seine vielen Sehenswürdigkeiten immer eine Reise wert. Eine Auswahl befindet sich auf unserer Internetseite: http://zbv-event.de/de/sehenswertes-in-der-region/ Aber auch für den Cacher wird einiges geboten. Durch seine großen Waldgebiete ist es eine tolle Wanderregion. Dank seiner vielen und vor allem hochwertigen Geocaches sollte sich niemand einen Besuch im Vogtland entgehen lassen.

Wird der Besucher bei euch Eintritt zahlen müssen? Wenn ja, wieviel?

Für alle Events, die wir an diesem Wochenende veranstalten werden, muss der Geocacher keinen Eintritt bezahlen. Dieser Punkt war uns sehr wichtig, denn die Preisentwicklung der deutschen Mega-Events wächst stetig an und diesem Trend wollen wir entgegenwirken.

Gibt es am Eventgelände genügend Parkplätze?

Direkt am Eventgelände sind jede Menge Parkplätze vorhanden.

Dürfen Hunde aufs Eventgelände?

Da es sich hierbei um ein Outdoor-Event handelt, dürfen natürlich auch Hunde mit auf das Gelände. Allerdings müssen wir auf den Leinenzwang hinweisen, der auf dem Gelände herrscht.

Wieviele Personen sind in eurem Orga-Team?

Die Kern-Orga besteht aus insgesamt 12 Personen. Wir bezeichnen uns auch als „das zänkische Bergvolk“. Aber wir haben noch sehr viele Helfer, die uns rund um das Event unterstützen.

Wie ist die Verteilung der Aufgaben im Team? Mischt jeder bei jedem Thema mit?

Viele Entscheidungen werden in Abstimmung aller Orga-Mitglieder getroffen. Allerdings besitzt jeder ein Aufgabengebiet, wofür er zuständig ist.

Reicht das aus, um das Mega zu abzudecken?

Bekanntlich verderben viele Köche den Brei 😀 Wir haben viele Helfer in unserer Region finden können, die sich dem Projekt „Mega-Event“ angeschlossen haben. Somit sind wir zuversichtlich ein tolles Event auf die Beine zu stellen.

Benötigt ihr Helfer? Gibt es einen Anreiz, euch zu helfen?

Helfer sind immer gern gesehen, denn was wäre eine Mega-Event ohne seine Helfer? Wer uns unterstützen
möchte kann sich auf folgender Seite registrieren: http://zbv-event.de/de/wie- werde-ich-helfer/ Jeder Helfer bekommt eine Belohnung. Aber was genau, dass bleibt vorerst geheim 😀

Sind alle im Orga-Team langjährige Cacher? Wie seid ihr zum Geocaching gekommen? Was tut ihr, wenn ihr nicht cacht?

Die meisten Mitglieder des zänkischen Bergvolks sind bereits seit einigen Jahren mit der Sucht „Geocaching“ infiziert. Das Urgestein ist El_Rolfo, welche bereits seit 2002 dabei sind. Ich selbst bin seit 2012 dabei und wenn ich nicht auf Dosensuche bin, dann bin ich Student der Informatik. Weitere Informationen zu uns befinden sich auf unserer Website: http://zbv-event.de/de/orga-team/

Wo/wie habt ihr bisher Werbung für dieses Event gemacht?

Im letzten Jahr sind wir auf vielen (Mega)-Events gewesen und haben dort den direkten Kontakt zu den Geocachern gesucht. Aber wir sind auch in vielen sozialen Medien vertreten. Wer noch nicht mit uns verbunden ist, der sollte dies sofort nachholen.

Welche Möglichkeiten habe ich, weitere Geocacher von eurem Event zu informieren (Werbematerial, Banner etc.)?

Um auf den Punkt zuvor anzuknüpfen, können gerne unsere Beiträge in den sozialen Netzwerken geteilt werden. Weiterhin haben wir ein Banner für Profile oder ähnliches erstellt. Darauf befindet sich sogar immer die aktuelle Anzahl der Will Attends. Hierbei möchten wir uns nochmals bei Team von sachsencacher.de für die Bereitstellung bedanken. Den entsprechenden HTML-Code befindet sich in unserem Listing. Weitere Materialen, wie Visitenkarten oder Werbeplakat gibt es bei uns auf Anfrage.

Ein letztes Wort von der Orga:

In diesem Sinne möchten wir uns für diese Interview-Anfrage bedanken! Wir würden uns über jeden freuen, der am Wochenende vom 25. bis 27.05.2018 den Weg ins Vogtland findet und ein paar schöne Tage mit uns verbringt! Sollten jetzt noch Fragen offen sein, dann dürft ihr uns gerne in den verschiedensten Medien kontaktieren oder uns direkt beim Event ansprechen.

Toni, vielen Dank für die Infos. Wir sehen uns im Mai im Vogtland!

Stashes ’n‘ Stones – Interview mit der Orga

stashes n stones

Es gab ein Mega in 2018, bei dem ich quasi direkt ab Publish wußte: Da will ich hin. Zum Einen lag das daran, daß es mit grob 3 Stunden Anfahrt quasi um die Ecke liegt, zum Anderen, weil ich sowieso mal in die Gegend um Idar-Oberstein wollte. Zeit, sich einmnal näher mit Stashes ’n‘ Stones zu beschäftigen.

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Idar-Oberstein ist eine kreisangehörige Stadt im Landkreis Birkenfeld, Rheinland-Pfalz. Die Stadt ist das Ergebnis umfassender Verwaltungs- und Strukturreformen. Die Edelstein- und Garnisonsstadt ist mit knapp 30.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Kommune des Landkreises.

Um herauszukriegen, ob und wieso sich eine Reise dorthin auch für jeden anderen lohnt und was geboten wird, habe ich – wie schon in der Vergangenheit bei anderen Megaevents – einfach mal bei der Orga angefragt und mir einige Fragen beantworten lassen.  „Die Orga“ war in diesem Fall Torsten vom Team TheGreentool.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Megaevent in Idar-Oberstein zu veranstalten?

In Vergangenheit organisierten wir schon mehrfach in einem kleineren Kreis von einheimischen Geocachern größere Geocaching-Aktivitäten, wie z. B. mehrere, auch aufwändigere Adventskalender. In dieser Gruppe trafen wir uns bereits vor etwa vier Jahren das erste Mal, um über die Idee eines Mega-Events fernab einer Großstadt oder eines Ballungsgebietes zu reden. Das Thema lag in Idar-Oberstein mit seiner Edelsteingeschichte und -Industrie sowie seiner tollen Natur, seit Kurzem auch direkt am neuen Nationalpark Hunsrück-Hochwald gelegen, auf der Hand. Aber zunächst scheiterte es an einer geeigneten Location und wir scheuten als Privatleute das finanzielle und rechtliche Risiko, das mit der Organisation eines Mega-Events einhergeht. Ein eingetragener Verein war für uns auch keine akzeptable Alternative. Die Idee ließ uns aber keine Ruhe und so trafen wir uns zwei Jahre später, im Mai 2016, erneut zum Gedankenaustausch. Dabei kam uns die Messe Idar-Oberstein als Location in den Sinn. Eine Anfrage ergab dann prompt, dass uns die Messe Idar-Oberstein GmbH, begeistert von unserer Idee, nicht nur mit ihren Hallen sondern auch als gewerblicher Mitveranstalter zur Verfügung stehen wollte und uns Privatleute so von den zuvor gescheuten Risiken befreite. Dieser Glücksfall war dann der Startschuss zu Stashes ’n‘ Stones.

In welcher Location wird das Event stattfinden?

In der ganzen Stadt mit der Messe als „Basislager“.

Warum gerade dort?

Ok, wir erklären es etwas genauer: Stashes ’n‘ Stones findet, wie gesagt, im gesamten Stadtgebiet statt. Als Basislager für das gemeinsame Treffen von Freunden, die Aussteller, Aktions- und Infostände und die kulinarische Versorgung dienen die Messehallen. Hier sind wir auch auf jedes Wetter vorbereitet und die moderne Infrastruktur bietet alles, was man für eine Großveranstaltung braucht: Barrierefreiheit, räumliche und technische Infrastruktur, z. B. für Aussteller und Workshop-Referenten, und großzügige sanitäre Anlagen. Teilnehmer mit Eintrittskarte können dann mit der für sie kostenlosen Sonderbuslinie zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten und Hot Spots, die in das Eventkonzept intergriert sind, fahren. Dazu zählen beispielsweise auch die LabCaches, die wir mit einem zusätzlichen Gewinnspiel aufwerten werden. Außerdem wollen Cacher bekanntermaßen am liebsten cachen. Und das können sie am besten, wenn sie unterwegs sind. Auf diese Art können sie die Stadt und die Welt der Edelsteine ideal mit unserem gemeinsamen Hobby verbinden. Vorher, nachher oder auch währenddessen können sie dann in die Messe zurückkehren und sich z. B. bei dem bekannten Original Idar-Obersteiner Spießbaten oder den „Gefillte Klees“ (gefüllten Klößen) stärken, andere Cacher treffen, ihre Coinsammlung bei den Händlern erweitern, Neues in den Workshops lernen oder ein edles Andenken auf dem integrierten Edelsteinmarkt erwerben.

Für wie viele Geocacher plant ihr eurer Event?

Angesichts der aktuellen Will-Attend-Logs rechnen wir mit etwa 1500 bis 2000 Teilnehmern. Mehr würde uns natürlich auch freuen.

Gibt es eine maximale Anzahl an Teilnehmern, die diese Location besuchen dürfen?

Keine, die für das Event von Belang wäre. Die Location könnte auch problemlos ein Event in Giga-Größe beherbergen, womit wir aber nicht rechnen.

felsenkirche
Felsenkirche Idar-Oberstein, CC-BY 2.0 von Frauelster auf Flickr

Was bietet ihr dem Besucher? Gibt es aktuell schon ein Programm und wenn ja, was würdet ihr davon hervorheben?

Einen Teil haben wir bereits oben erwähnt. Neben dem Konzept, die Attraktionen der gesamten Stadt und teilweise auch des Umlands einzubinden, bieten wir auf dem Messegelände neben der Händlermeile einen eigens fürs Event organisierten Edelsteinmarkt, Info- und Aktionsstände aus den unterschiedlichsten Bereichen (z. B. eine Rettungshundestaffel, medizinische Aufklärung zum FSME/Zeckenrisiko, eine Typisierungsaktion für Knochenmarkspender und Stammzellspender u.a.), vielfältiges und regionales Catering zu vernünftigen Preisen, Spiele für Kinder, um ein Gewinnspiel erweiterte LabCaches, Workshops (Lockpicking, T5 für Einstiger, c:geo, Locus, Looking4Cache, HTML für Litings, Wherigo), die beliebten Birre-TBs u.v.m. Außerdem starten direkt ab dem Eventgelände oder in unmittelbarer Umgebung mehrere Cacheserien. Weiterhin ist im Eintrittspreis die „Gästekarte Idar-Oberstein“ enthalten, die ein Jahr lang ermäßigten Eintritt in viele Sehenswürdigkeiten der Stadt und der Region ermöglicht. So können die Besucher auch gerne nach dem Event wieder zu uns kommen und das nachholen, wofür beim Event die Zeit nicht gereicht hat.

Unser Eventkonzept beschränkt sich aber nicht nur auf das Mega und unsere Side-Events (GC6MEAT, was für ein passender GC-Code! und GC6MEHR). Dank Christi Himmelfahrt am Donnerstag zuvor und der sich dadurch mit einem Brückentag bietenden Möglichkeit eines langen Wochenendes, bieten wir den Cachern alles für eine Geocaching-Abenteuer-Woche in der Region. Bereits ab Mittwochabend starten wir mit den Führungen in Bergwerken, Schleifereien, Industrieanlagen, Museen und anderen Highlights der Region, wie z.B. der Felsenkirche oder dem Schloss Oberstein. Neben den Side-Events am Freitagabend und Sonntagmorgen organisieren bereits am Mittwochabend und am Donnerstag den ganzen Tag einheimische Geocacher weitere Events, die in der Region bereits Kultcharakter haben. Und die Cachemöglichkeiten sind für fünf Tage ebenfalls mehr als ausreichend :-).

Einen absoluten Höhepunkt gibt es dann noch für die hartgesottenen T5-Freaks am Samstag. Mitten im Stadtzentrum von Idar können sie sich unter fachkundiger Betreuung von dem 75 m hohen, 21-stöckigen Hochhaus der Deutschen Diamant- und Edelsteinbörse abseilen. Ganz legal.

Es finden – vor allem in Deutschland – immer mehr Megas statt. Warum sollten Cacher gerade nach Idar-Oberstein kommen?

Neben dem abwechslungsreichen, oben im Detail erläuterten Programm und dem einmaligen Edelstein-Thema bietet die Region mit ihrer wunderschönen Natur und ihrer ausgezeichneten, häufig auch bedosten Traumschleifen und Wanderwegen am Rande des Nationalparks alles, um fünf erlebnisreiche Tage – ob selbstorganisiert oder das Event-Programm nutzend – in unserer Heimat zu verbringen.

Wird der Besucher bei euch Eintritt zahlen müssen? Wenn ja, wieviel?

9 Euro im Vorverkauf sind zur Deckung der Kosten erforderlich. Allerdings haben Kinder bis 14 Jahre freien Eintritt, was Familien ein wenig entlasten dürfte.

Gibt es am Eventgelände genügend Parkplätze?

Ja. Sollte die Zahl der Teilnehmer aber unsere Erwartungen übertreffen, fungiert die Eventbuslinie den ganzen Tag als für Teilnehmer mit Ticket kostenloser Shuttle zwischen weiteren externen Parkplätzen und dem Eventgelände. Wichtig ist auch, dass alle Parkplätze an der Messe und die von der Buslinie bedienten Parkplätze kostenfrei sind. Hier entstehen keine verdeckten Zusatzkosten.

Wieviele Personen sind in eurem Orga-Team?

Wir sind zehn Personen.

Wie ist die Verteilung der Aufgaben im Team? Mischt jeder bei jedem Thema mit?

Nein. Wir haben zu Beginn Aufgabenbereiche und -pakete definiert, und diesen nach Vorlieben der Orgamitglieder eine feste Zuständigkeit und auch Verantwortlichkeit zugewiesen. In unseren regelmäßigen Orgatreffen berichten dann alle über den Fortschritt und es werden gemeinsam demokratische Entscheidungen getroffen. Das funkioniert echt prima. Dazu gibt es regelmäßig Treffen mit der Messe Idar-Oberstein, die auch vom HQ in Seattle als offizieller Mitorganisator genehmigt wurde.

Reicht das aus, um das Mega zu abzudecken?

Ja, völlig. Zumindest für die Planung und Organisation. Damit wären wir bei deiner nächsten Frage…

Benötigt ihr Helfer? Gibt es einen Anreiz, euch zu helfen?

Aber ja. Sehr, sehr gerne! Ohne freiwilliger Helfer sind die allermeisten Megas und Gigas sicher nicht durchführbar oder die Eintrittspreise wären deutlich teurer. Wir danken schon jetzt den zahlreichen Helfern, die sich bereits angeboten haben. Dennoch freuen wir uns über weitere Anmeldungen. Hier könnt ihr online euer Interesse bekunden: http://stashesnstones.de/kontakt/helfer-werden/

Wir melden uns dann Anfang 2018 bei euch für die genauere Abfrage von Wünschen und die Einteilung. Alle Helfer bekommen von uns ein Helfer-T-Shirt und eine exklusive Helfercoin, die es nicht zu kaufen gibt.

Sind alle im Orga-Team langjährige Cacher? Wie seid ihr zum Geocaching gekommen? Was tut ihr, wenn ihr nicht cacht?

Ja. Da aber die Storys aller zehn Cacher das Interview sprengen würden, verweise ich einfach auf die Orgavorstellung auf unserer Webseite: http://stashesnstones.de/kontakt/orga-team/

Wo/wie habt ihr bisher Werbung für dieses Event gemacht?

Wir besuchten zahlreiche kleinere und größere Events im In- und Ausland, teilweise mit einem eigenen Stand, sind in den sozialen Medien sehr aktiv, binden die lokale Presse ein und haben mit dem Geocaching Magazin einen Medienpartner gewonnen, der uns dank der großen Reichweite seiner Printausgabe und der vielgeliketen Facebook-Präsenz eine zusätzliche, große Aufmerksamkeit verschafft. Wir freuen uns natürlich besonders über den zehnseitigen Artikel über die Region und unser Event in Heft 1/2018. Christian Gallus, der Inhaber des Magazins, hat dazu zweimal gemeinsam mit uns Idar-Oberstein und die Region bereist.

Welche Möglichkeiten habe ich, weitere Geocacher von eurem Event zu informieren (Werbematerial, Banner etc.)?

Wir geben gerne Visitenkarten aus, die wir auch in größeren Mengen interessierten Cachern zur Weiterverteilung zur Verfügung stellen. Außerdem findet ihr im Listing von GC6MEGA einen Banner für euer Geocaching.com-Profil oder zum Verbreiten über die sozialen Netzwerke.

Torsten, vielen Dank für die Infos. Wir sehen uns im Mai in Idar-Oberstein!

Eintrittspreise bei Megaevents

mega event

Nachdem der Eintrittspreis des Let’s Zeppelin-Megas in Friedrichshafen in den letzten Tagen einiges an Wellen geschlagen hat, vergleiche ich hier mal die Eintrittspreise der von mir besuchten Mega- und Gigaevents.

Sind 14 Euro tatsächlich (zu) teuer für ein Event dieser Größe? Klar, der geneigte Cacher wohnt im Normalfall nicht in der Nähe des Eventgeländes, sondern hat Kosten für Anfahrt, Unterkunft und Verpflegung. Das Killerargument ist dann immer „dann kommts auf X Euro auch nicht mehr an“. Für mich und viele andere mag das stimmen. Ich habe aber auch schon Cacher gesehen, die nach Xanten gefahren sind, um ein Gigaevent loggen zu können, den Eintrittspreis aber sparen wollten und nur 2 Minuten zum loggen vor Ort waren. Kann man machen.

Die folgende Auflistung ist natürlich nicht vollständig und berücksichtigt nur Events, die ich besucht habe. Wer hier ganz genaue Zahlen will, soll sich die Arbeit machen, ich wollte nur mal grob wissen, wie die Eintrittspreise in den letzten Jahren aussahen und ob sich da ein Trend zu „immer teurer“ abzeichnet.

JahrGiga/MegaNamePreis (Euro)
2017MegaProject Let’s Zeppelin 201714,00
2017MegaMaije im Saarland9,00
2016Mega4ème Event Forteresse0,00
2016MegaGeoJaanipäev Estonia 201610,00
2016MegaCachen im grünen Herzen 201612,00
2015MegaEvent am See 2015 / Event at the Lake 20150,00
2015MegaRed Lion meets Signal6,00
2015MegaEvent im Schnee / Event in the Snow0,00
2014MegaGeocoinfest Europe 2014 Ulm6,00
2014MegaEvent am See / Event at the Lake0,00
2014MegaBig Äppel7,50
2013MegaGEOCOINFEST EUROPE 2013 – Prague6,00
2013MegaPRORA 201310,00
2012MegaPROJECT: GeoGames10,00
2011MegaLost in MV15,00
2011MegaFORTsetzung: – Die DOSENFISCHER10,00
2016GigaProject Glück Auf 201611,90
2015GigaProject GeoXantike10,00
2015GigaMainz Gutenberg 201512,00
2014GigaProject MUNICH2014 – Mia san Giga!8,00

Ein Megaevent kostet demnach durchschnittlich 7,21 Euro Eintritt für einen Erwachsenen, wobei es immer noch Megas gibt, die keinen Eintritt verlagen. Rechnet man die nicht mit ein, kommt man auf 9,62 Euro, was in etwa dem entspricht, was ich erwartet hatte. Um die 10 Euro hat sich der Preis eingependelt, mit einigen wenigen Ausreißern nach oben und auch nach unten.

Bei Gigaevents sieht das Ganze etwas anders aus. Hier kostet das Ticket durchschnittlich 10,47 Euro und ist damit etwas teurer als bei einem Megaevent. Allerdings hatten 3 der bisherigen 4 Gigas auch den Project-Status. Keine Ahnung, ob der Auswirkungen auf irgendetwas hat, das von Anfang an finanziell berücksichtigt werden muss.

Fazit: 14 Euro Eintritt für ein Megaevent sind klar am oberen Limit, das ich persönlich mit 15 Euro ansetzen würde. Das deckt sich auch mit dem, was bei einer Umfrage von JR im Juni 2010 – also vor allen oben erwähnten Events – rauskam. Ob diese 14 Euro zu teuer für das Gebotene sind, wird man aber erst nach dem Event wissen.

Ein Mega, fünf Länder, elf Tage – Teil 4

Übersicht

Ende Juni/Anfang Juli 2016 war ich in Lettland, Litauen, Estland, Finnland und Åland. Auslöser war das erste Megaevent in Estland, GeoJaanipäev Estonia 2016, in der Nähe von Tallinn.

Ich habe den Bericht in 4 Teile aufgeteilt:
Ein Mega, fünf Länder, elf Tage – Teil 1 – Riga, Litauen, Tallinn
Ein Mega, fünf Länder, elf Tage – Teil 2 – Megaevent, Helsinki
Ein Mega, fünf Länder, elf Tage – Teil 3 – GC72, Turku, Åland
Ein Mega, fünf Länder, elf Tage – Teil 4 – Rückfahrt nach Riga, Länderinformationen, Fazit

Im dritten Teil Teil ging es um den uralten Cache GC72, die Fahrt nach Turku und Åland.

Tag 10 – Fahrt von Tallinn nach Riga
Direkt beim wachwerden haben wir den Blick aufs Wasser. Ja, es ist immer noch da. Der Fernseher wie im Flugzeug zeigt unsere Position, die wir als Geocacher natürlich schon weit genauer auf dem Handy anschauen können 🙂 Nach dem sehr üppigen „Special Breakfast“ biegt die MS Romantika schon bald in den Hafen von Tallinn ein. Wir rollen von Bord und haben wieder festen, estnischen Boden unter uns. Wir nehmen noch einen Cache am Hafen und einen am Flughafen mit, dann heißt das nächste Ziel Riga. Auf dem Weg noch einen Cache unter einer Brücke, einen an einer Brücke und schon sind wir wieder in Lettland.

Ostseestrand

Wir kommen zügig voran und halten irgendwann in der Nähe von Vitrupe an, um eine Weile an den Strand zu gehen. Es tut gut, nach der ganzen Fahrerei mal die Füße ins Wasser zu stellen und etwas Pause zu machen. Wir folgen weiter der A1 bis Baltezers und biegen dann aber nicht nach Westen in Richtung Riga ab, sondern fahren weiter nach Süden. Das hat einen Grund: Wir wollen den einzigen Virtual Cache im Baltikum besuchen.

Lager Salaspils

Auf dem Weg dorthin erleben wir dann auch etwas, das es auf der ganzen Reise nicht wirklich gab: Wir stehen im Stau. Der kostet uns zwar ordentlich Zeit, aber den Ort, an dem der Virtual gelistet ist, schauen wir uns trotzdem in Ruhe an. Es ist die Gedenkstätte des ehemaligen „Erweiterte Polizeigefängnis und Arbeitserziehungslager Salaspils“ auch Lager Kurtenhof genannt. Was dort die Stimmung ziemlich bedrückend macht, beschreibe ich hier nicht, weil es die Lösung des Virtuals ist. Wer aber Riga besucht, sollte einen Abstecher nach Salaspils machen.

Nachdem wir im Hotel eingecheckt und uns frisch gemacht haben, fahren wir in die Innenstadt. Nachdem wir festgestellt haben, daß befreundete Cacher aus Frankfurt (*wink*) zur selben Zeit in Riga sind, haben wir beschlossen, zum Abschluß der Reise schön essen zu gehen. Ich kannte das Mittelalterestaurant in einem Gewölbekeller schon von unserem Besuch 2014 und habe mich schon eine Weile auf das Ambiente und natürlich das Essen gefreut. Auf jeden Fall ein gelungender Abschluß.

Schwarzhäupterhaus

Tag 11 – Riga und Rückflug
Nach dem Frühstück am letzten Tag schauen wir uns die Jugendstilhäuser rund um die Elizabetes iela an. Den Multi habe ich schon 2014 gefunden, die Stages führen einen aber an allen wichtigen Häusern vorbei. Hier ist ganz schön was los, scheinbar muß es der Traum von Rentnern aus aller Welt sein, einmal Jugendstilhäuser in Riga anzuschauen 🙂

Danach sammeln wir noch ein paar Mysterys ein, die teilweise schon seit über 2 Jahren in meiner GSAK-Datenbank liegen und beim letzten Mal nicht gesucht oder gefunden werden konnten. Durch die Moskauer Vorstadt geht es für einem kurzen Abstecher zum Zentralmarkt, da wir uns noch ins Logbuch des Wherigo eintragen müssen.

Wir fahren zum Flughafen, der Mietwagen wird abgegeben, wir checken ein und heben ab. Am elften Tag geht unsere Reise zuende. Bis zum nächsten Mal im Baltikum!

Länderinformationen
Einreise:
Lettland, Litauen, Estland, Finnland (und damit auch Åland) gehören zur EU und nehmen am Schengener Abkommen teil. Sprich: Zwischen den einzelnen Ländern gibt es keine Grenzkontrollen und ein Personalausweis reicht zur Einreise aus.

Sprache:
In allen besuchten Ländern kommt man mit Englisch gut durch.
Im Baltikum verstehen zwar historisch bedingt viele Menschen Russisch, haben es aber verständlicherweise nicht so gerne, wenn sie direkt auf Russisch angesprochen werden. Russisch ist auch in keinem der Länder Amtssprache.

Währung:
In allen besuchten Ländern wird mit dem Euro bezahlt.

Autofahren:
Im kompletten Baltikum gilt innerorts 50 km/h und außerorts 90 km/h, selten 110 km/h, und es muß rund um die Uhr mit eingeschaltetem Licht gefahren werden. Die Straßenverhältnisse sind auf den Hauptstraßen gut, auf Nebenstraßen kann es schon mal sein, daß man ein paar Kilometer auf einer Schotterpiste fahren muß.

Es gibt Autobahnen, diese sind aber eher mit unseren Bundesstraßen vergleichbar und verfügen mit Glück über 2 Spuren in jede Richtung, meist gibt es jeweils nur eine. Wenn man sich online informiert, stößt man oft auf Schauermärchen wie „Besoffene Radfahrer auf der Autobahn“. Richtig ist, daß es direkt an der Autobahn Bushaltestellen gibt, Menschen auf dem Weg zu diesen schon mal die komplette Straße überqueren, es Zebrastreifen gibt oder gerne mal plötzlich ein Feldweg abgeht. Auch rechts ran fahrten und halten ist selten ein Problem. Auffällig ist, daß, vor allem bei Straßen mit nur einer Richtungsfahrbahn, gerne mal eine dritte Spur in der Mitte aufgemacht wird. Sprich: Es wird nicht nur ein Auto überholt, sondern eine ganze Weile in der Mitte gefahren. Daran gewöhnt man sich aber schnell und fährt etwas weiter rechts. Alles in allem ist Autofahren im Baltikum aber entspannt, solange man sich den anderen Fahrern etwas anpasst.

In Finnland sind die Straßen gut ausgebaut und unterscheiden sich wenig von den aus Deutschland gewohnten. Innerorts gelten 50 km/h und außerorts maximal 90 km/h bzw. 120 km/h auf Autobahnen. In Åland fährt es sich sehr entspannt, der wenige Verkehr scheint sich gut zu verteilen.

Weitere aktuelle Informationen beim Auswärtigen Amt: Estland, Lettland, Litauen, Finnland.

Cachen:
Geocaching ist international und zumindest in den Touristenregionen sind die meisten Caches mehrsprachig. Wie überall auf der Welt hat jede Stadt oder Region gewisse Eigenheiten, die man aber nach einigen Funden kennt und anwenden kann. Ach ja: Wer bisher dachte, es ginge nicht mehr  kürzer als „TFTC“, der wird in Finnland eines Besseren belehrt. Dort bestehen manche Logs nur aus zwei Buchstaben: KK. Das ist die Abkürzung für „Kiitos kätköstä“ und bedeutet, richtig, „Danke für den Cache“.

Unterkünfte:
Die Hotels und Unterkünfte will ich bewußt ansprechen. Sie sind alle empfehlenswert, wenn man keinen 5-Sterne-Luxus braucht.

Riga: Ibis Styles Riga. Ich bin ein Fan der Hotels des Accor-Konzerns. Normalerweise reicht mir ein Ibis Budget, das Ibis Styles ist etwas besser. Für Reisende, die nicht mobil sind, ist das Hotel etwas ungeschickt gelegen, weil die nächste ÖPNV-Haltestelle grob 800 Meter weit weg ist.

Tallinn: Nettes Apartment nahe an der Altstadt von Tallinn. Wir sind zwar nur zum schlafen hier, aber es ist alles da, um auch mal etwas zu kochen. Die Vermieterin kümmert sich super um uns und spricht sehr gut Deutsch. Mit 20 Euro Rabatt bei Airbnb anmelden!

Helsinki: Kleine Wohnung mit einem wunderbaren Blick aufs Meer. Sehr gut ausgestattet, es gibt sogar eine Sauna. Die Endhaltestelle der Straßenbahn ist 5 Minuten weg. Mit 20 Euro Rabatt bei Airbnb anmelden!

Turku: MS Borea. Dieses Schiff liegt (natürlich) direkt am Hafen. Man sollte keinen riesigen Komfort erwarten, aber für eine Nacht sind die Kabinen echt okay und das Frühstück auch.

Mariehamn: Strandnäs Hotel. Liegt etwas außerhalb, ca. 3 Kilometer von der Innenstadt weg. Ruhiges Hotel, reichhaltiges Frühstück.

Fazit
Die 11 Tage haben viel Spaß gemacht, auch, wenn dieser Urlaub für manche sicher fast schon Streß ist. Wir haben, auch dank Geocaching, viel gesehen. Ins Baltikum würde ich aus verschiedenen Gründen (u.a. Kurische Nehrung, Bunker der Molotow-Linie, baden) auf jeden Fall noch einmal wollen. Auch Finnland würde ich nochmals besuchen, mit Ausnahme von Suomenlinna würde ich Helsinki aber auslassen, weil wir die Innenstadt ja schon ausgiebig besucht haben. Åland ist superschön, aber doch sehr überschaubar. Ich denke, maximal 2 Tage reichen da aus, aber man könnte noch etwas Badeurlaub dranhängen.

Impressionen Tag 10 und 11

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