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Eintrittspreise bei Megaevents

Nachdem der Eintrittspreis des Let’s Zeppelin-Megas in Friedrichshafen in den letzten Tagen einiges an Wellen geschlagen hat, vergleiche ich hier mal die Eintrittspreise der von mir besuchten Mega- und Gigaevents.

Sind 14 Euro tatsächlich (zu) teuer für ein Event dieser Größe? Klar, der geneigte Cacher wohnt im Normalfall nicht in der Nähe des Eventgeländes, sondern hat Kosten für Anfahrt, Unterkunft und Verpflegung. Das Killerargument ist dann immer „dann kommts auf X Euro auch nicht mehr an“. Für mich und viele andere mag das stimmen. Ich habe aber auch schon Cacher gesehen, die nach Xanten gefahren sind, um ein Gigaevent loggen zu können, den Eintrittspreis aber sparen wollten und nur 2 Minuten zum loggen vor Ort waren. Kann man machen.

Die folgende Auflistung ist natürlich nicht vollständig und berücksichtigt nur Events, die ich besucht habe. Wer hier ganz genaue Zahlen will, soll sich die Arbeit machen, ich wollte nur mal grob wissen, wie die Eintrittspreise in den letzten Jahren aussahen und ob sich da ein Trend zu „immer teurer“ abzeichnet.

JahrGiga/MegaNamePreis (Euro)
2017MegaProject Let’s Zeppelin 201714,00
2017MegaMaije im Saarland9,00
2016Mega4ème Event Forteresse0,00
2016MegaGeoJaanipäev Estonia 201610,00
2016MegaCachen im grünen Herzen 201612,00
2015MegaEvent am See 2015 / Event at the Lake 20150,00
2015MegaRed Lion meets Signal6,00
2015MegaEvent im Schnee / Event in the Snow0,00
2014MegaGeocoinfest Europe 2014 Ulm6,00
2014MegaEvent am See / Event at the Lake0,00
2014MegaBig Äppel7,50
2013MegaGEOCOINFEST EUROPE 2013 – Prague6,00
2013MegaPRORA 201310,00
2012MegaPROJECT: GeoGames10,00
2011MegaLost in MV15,00
2011MegaFORTsetzung: – Die DOSENFISCHER10,00
2016GigaProject Glück Auf 201611,90
2015GigaProject GeoXantike10,00
2015GigaMainz Gutenberg 201512,00
2014GigaProject MUNICH2014 – Mia san Giga!8,00

Ein Megaevent kostet demnach durchschnittlich 7,21 Euro Eintritt für einen Erwachsenen, wobei es immer noch Megas gibt, die keinen Eintritt verlagen. Rechnet man die nicht mit ein, kommt man auf 9,62 Euro, was in etwa dem entspricht, was ich erwartet hatte. Um die 10 Euro hat sich der Preis eingependelt, mit einigen wenigen Ausreißern nach oben und auch nach unten.

Bei Gigaevents sieht das Ganze etwas anders aus. Hier kostet das Ticket durchschnittlich 10,47 Euro und ist damit etwas teurer als bei einem Megaevent. Allerdings hatten 3 der bisherigen 4 Gigas auch den Project-Status. Keine Ahnung, ob der Auswirkungen auf irgendetwas hat, das von Anfang an finanziell berücksichtigt werden muss.

Fazit: 14 Euro Eintritt für ein Megaevent sind klar am oberen Limit, das ich persönlich mit 15 Euro ansetzen würde. Das deckt sich auch mit dem, was bei einer Umfrage von JR im Juni 2010 – also vor allen oben erwähnten Events – rauskam. Ob diese 14 Euro zu teuer für das Gebotene sind, wird man aber erst nach dem Event wissen.

Das war „Project Glück Auf“ in Essen

Doppelbock Zollverein

Schon relativ früh war klar, daß ich das Wochenende vom 10.-12.06.2016 im Ruhrgebiet verbringen würde. Genauer gesagt in Essen, Zeche Zollverein, Giga Event „Project Glück Auf“. Einer der Gründe dafür war definitiv die Location, ein nicht mehr aktives Steinkohlebergwerk, seit 2001 Welterbe der UNESCO.

Zeche Zollverein

Freitag: Registrierung und Meet & Greet Event
Nach einigen Zwischenstationen kam ich am Freitag ziemlich genau um 18 Uhr in Essen an. Die Registrierung war geöffnet, also nutze ich die Möglichkeit, um mir vor dem Startevent noch meine Eintrittskarte(n) abzuholen. Es hatte sich schon eine ordentlich Schlange gebildet, aber durch die Trennung von „Nur Eintrittskarten“ und „Eintrittskarten und Coins, T-Shirts etc.“ dauerte das Warten nicht lange. Hier fand ich gut, daß man wie auf dem Amt direkt einem Orgamitglied zugewiesen wurde. Danach ging es nach einem Abstecher zur Helferorga in Halle 12, kurzem Umparken und ein paar Dosen direkt zum Glück Auf 2016 – Schichtbeginn MEET&GREET. Der Event fand etwas abseits an der ehemaligen Kokerei statt. Dort spielte eine Band und man konnte sich mit Essen und Getränken versorgen. Leider scheint der Caterer komplett überlastet zu sein und war dementsprechend „freundlich“. Trotzdem ein netter Event, auch, weil das Wetter gut blieb.

Samstag: Giga Event „Project Glück Auf 2016“
Am Samstag traf ich nach einem kurzen Frühstück und einem Cache gegen 10 Uhr wieder auf Zollverein ein. Obwohl der Giga Event eigentlich erst um 10 startet, waren sämtliche bereits Parkplätze hoffnungslos überfüllt. Kein Wunder, die Registrierung startete natürlich schon wesentlich früher. Irgendwann war auch dieses Problem gelöst und ich kam auf dem Eventgelände unter dem Doppelbock von Schacht 12 an.

Als erstes stattete ich der Händlermeile in Halle 5 einen Besuch ab. Dort läßt sich schon erahnen, wieso sie relativ schnell in „Hölle 5“ umbenannt wurde. Brütend heiß und randvoll. Die armen Aussteller konnten einem schon leidtun. Manche waren vom Arbeiten schon ganz schwarz im Gesicht und passten so perfekt zur Umgebung^^ Ansonsten verbrachte ich den Tag so, wie ich mir das vorgestellt hatte: Cachen, Freunde treffen, die Zeche anschauen.

Bernhard Hoëcker Vortrag

Kurzfristig entschloß ich mich noch, die Lesung von Bernhard Hoëcker zu besuchen. Den Weg zur Kokerei kannte ich ja von gestern schon. Der Saal füllte sich schnell und ziemlich pünktlich begannen Bernhard Hoëcker und Tobias Zimmermann mit ihrem Vortrag. Der Begriff „Lesung“ ist dafür meiner Meinung nach etwas zu „wenig“. Nachdem der Saarfuchs dann auch da war und persönlich begrüßt wurde 🙂 konnte es mit der sehr kurzweiligen Vorstellung weitergehen.

Den Rest des Tages verbrachte ich wieder mit Cachen, Freunde treffen, die Zeche anschauen. Das Konzert am Abend ließ ich zu Gunsten eines leckeren Abendessens und einer Dusche saußen.

Sonntag: Tschüß Zollverein!
Am Sonntag war dann Schicht im Schacht. Leider langsam aber sicher auch mit dem guten Wetter. Nichts desto trotz fanden sich einige, laut Listing über 1600 Accounts, zum „gemeinsamen Frühstück in der Tradition des Ruhrpotts“. Das hatte ich mir etwas anders vorgestellt, aber wenn Bergmänner Waffeln am Stil zum Frühstück essen, dann ist das halt so 🙂 Das Thema war dann auch im wahrsten Sinne schnell abgefrühstückt und ich machte mich auf die Heimreise.

Fazit: Positiv
Das meiste an diesem Wochenende war toll. Die Location, die Organisation, die abwechslungsreichen Labcaches. Die Zeche Zollverein will ich auf jeden Fall noch einmal besuchen, mich dann aber mehr auf das Museum und die Geschichte hinter der Zeche konzentrieren. Für mich rundum ein gelungener Event mit einigen kleinen Verbesserungsmöglichkeiten. Wie ich mitbekommen habe, plant die Orga bzw. der Verein, der den Giga Event veranstaltet hat, etwaig übrig bleibendes Geld zu spenden. Finde ich super!

Signal

Fazit: Negativ
Einiges, allerdings wenig, an dem die Orga Schuld hat. Das harmloseste war, daß die Parkplatzsituation nicht optimal war und das Mobilfunknetz natürlich bei der Masse an Menschen zusammenbrach. Über beides kann man hinwegsehen und dafür kann die Orga natürlich nichts.

Was mir negativ aufgefallen ist, waren die Preise fürs Catering und die teilweise nicht vorhandene Höflichkeit der Caterer. Am Freitag gab es bspw. irgendwann keine Brötchen mehr. Passiert, kein Problem. Man kann da dann die Preise anpassen, muß man aber nicht. Und man kann dem Kunden das mitteilen. Alternativ kann man einem auch ein Steak auf einem Pappteller in die Hand drücken und bei Rückfrage patzige Antworten geben. Aber dann muß man eben auch damit rechnen, hier unter „negativ“ zu landen.

Ansonsten waren €2,50 für 0,2l Bier bzw. €2,00 für 0,2l alkfrei Wasenpreise und weit weg von „moderat“ und „familienfreundlich“.

Schlußwort
Wenn ich schon wieder lesen muß, daß man sich den Eintritt ja hätte schenken können, weil man quasi nur für den Zutritt zur Händlermeile bezahlt habe, dann kann ich nur die Augen verdrehen. Jeder, der so denkt, sollte sich überlegen, daß er mit seinem Ticket den ÖPNV nutzen konnte und daß Security usw. usf. kräftig Geld kostet. Da fährt jemand Hunderte Kilometer nach Essen und heult dann wegen 11 Euro rum. Tut mir leid, kann ich nicht nachvollziehen.

Weitere Berichte zum Giga hat GeocachingBW zusammengestellt.

Impressionen

Rückblick Gutenberg Giga Event Mainz

Im Gegensatz zu vielen anderen Cachern, die von weit her kamen, ist Mainz für uns Stuttgarter ein Event der Kategorie „Fahren wir morgens hin und abends zurück“. Und so ging es am Samstag Morgen gegen halb 9 los. Dank der üblichen Zwischenstopps waren wir grob um 12 in der Rheingoldhalle.

Am Eingang war schon einmal keine Schlange, sehr gut! Was Menschen und vor allem auch die erwarteten und befürchteten Menschenmassen anging, wurde ich beim Giga Event überrascht. Und zwar positiv. Natürlich war die Innenstadt von Mainz voller Ortsfremder, die nur mit Hilfe von GPS-Geräten ihr Ziel finden konnten. Aber es verlief (wenn ich das Wort im Zusammenhang mit GPS so lese, dann ist das ja fast schon ein Kalauer^^) sich doch recht gut. Vor und in der Halle war zwar gut was los, aber nie so, daß man Platzangst kriegen würde. Selbst beim Essen mußte ich nur grob 10 Minuten warten. Einzig beim Maze mußte man lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Wir standen grob 90 Minuten in der Schlange. Dank genug Gesprächsstoff (und Fußball übers Handy…) wurde es aber nie langweilig.

Bevor es zum Maze ging wurde aber erstmal der eigentliche Giga Event ausführlich besucht. Nachdem ich das wirklich große Logbuch signiert hatte und wirklich viele Leute getroffen hatte, schaute ich mir die einzelnen Stände an. Neben den üblichen Verdächtigen gab es auch einen Stand von Geheimpunkt, so daß ich mal kurz mit unserem „Reiseleiter“ der bevorstehenden Tour zum letzten APE-Cache in Brasilien reden konnte.

Da das Thema „Cachen auf dem 50. Breitengrad“ für mich schon vor einer Weile erledigt war, konnten wir es cachetechnisch relativ ruhig angehen lassen. Neben den (übrigens sehr interessanten) Labcaches suchten wir eigentlich nur einige wenige Caches im Umkreis der Halle. Hervorheben muß ich hier ganz klar Es war einmal ……………., der eigentlich ein Micro ist, extra für den Giga Event aber so lange gemästet wurde, bis er zur Mini-Litfaßsäule gewachsen war.

Irgendwann wollten wir uns dann mal dem Thema Maze widmen. Im Gegensatz zu Prag 2013 habe ich hier kein Logbuch außerhalb der Räumlichkeiten gesehen. Allerdings habe ich auch nicht wirklich gesucht. Die Schlange war ordentlich lang, aber dank der netten Menschen und der gemeinsamen Gesprächsthemen vergingen die 90 Minuten Wartezeit wie im Flug. Der Witz an der Sache ist ja eigentlich, daß die Maze-Ausstellung eher was für Geocaching-Anfänger oder auch Muggels ist, denn der „Profi“ erfährt nichts Neues. Aber die 10 Labcaches im Maze haben wohl die ganzen Cacher angelockt. Man bekommt jedenfalls einen guten Überblick über Geocaching ansich inklusive der Besonderheiten. So wurde neben Standards wie „Wie lege ich einen Geocache“, „Welche Behälter sind ungeeignet“ oder die Geschichte des Geocaching auch über Trackables, Navigation, Statistiken und diverse Verschlüsselungen informiert. Selbst wenn man die Themen eigentlich alle kennt, so war der Besuch im Maze doch ein kurzweiliger.

Irgendwann wurde es dann leerer und wir zogen weiter, kamen aber nicht wirklich weit. Direkt an der Halle gibt es ein Restaurant namens „The Big Easy“. Da ich sowieso auf Cajun-Essen stehe und schon einige bekannte Cacher dort waren, lag der Besuch nahe. Und so endete der Tag bei Gumbo, Jambalaya und leckerer Limonade.

Fazit: Der Giga Event war gut organisiert, das Maze war interessant gestaltet, die Location war passend. Die einzige Kleinigkeit, über die sich einige beschwert haben, war dass das Maze-Logbuch nur nach langem warten und anstehen zu erreichen war. Da hätte sich wohl so mancher gewünscht, einfach nur kurz vorbeizuschauen und loggen zu können.

Natürlich wird so mancher wieder ein Haar in der Suppe suchen und finden. Und sei es nur der Aufschrei wegen dem bösen bösen  Kommerz. Meiner Meinung nach hatte dieser Event nicht das Bild von den wilden Geocacher-Horden, die ohne Rücksicht auf Verluste querfeldein rennen und Mainz auseinandernehmen. Eher von einer Veranstaltung von jung bis alt, auch wenn sich das abgedroschen anhört. Mein persönliches Haar in der Suppe war übrigens, daß die Mischung Krautsalat zu Geschnetzeltem am Stand vor der Halle nicht so optimal war 🙂

Ach ja: Entgegen den Befürchtungen mancher Schwarzmaler gab es auf dem Event übrigens keinen Rekrutierungsstand der SPD^^

Project Munich 2014 – Mia san GIGA – Das offizielle Video

Zwei Fliegen mit einer Klappe: Plugin testen und euch am Giga-Event teilhaben lassen 🙂

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