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Mehr InformationenGeocaching, Reisen, Musik und mehr…
Immer wieder werde ich gefragt, woher der doch etwas kuriose Name dieses Weblogs kommt. Dazu muß man erst einmal fragen: Welcher denn? Oft lese oder höre ich nur „auf Schrägstrichpunkt“. Jetzt ist zwar schraegstrichpunkt.de die Domain, der Name des Blogs ist aber „Neues für Nerze, Stoff für Mettwurst“.
Woher der Name, der Untertitel „Das Weblog, das nicht KQE ist“ und der Domainname kommen, dazu muß ich etwas weiter ausholen. Achtung! Opa erzählt jetzt vom Krieg!
Damals, im Jahre des Herrn 2002, kam ich auf die Idee, ein Weblog einzurichten, um der Welt meine mehr oder weniger interessanten Gedanken zu präsentieren. Heute würde man für viele Kleinigkeiten wohl Twitter verwenden. Aber es war eine andere Zeit. Das war, bevor der Duden-Verlag auf die absurde Idee kam, ein Blog sei etwas anderes als Substantiv, Neutrum. DAS Weblogbuch, zefix!
Wir hatten ja damals nichts… Und teilweise nicht mal das! WordPress? Gab es erst ab 2003 und für mich ab 2009. Ich startete also mit b2, später lief das Blog lange Jahre mit Serendipity.
Doch zurück zum Namen. Ich verbrachte damals viel Zeit im IRC und dort im Channel #php.de (für die Kinder: Nein, das ist kein Hashtag). Dort ging es nicht immer bierernst zu und gelegentlich wurde auch mal nicht über PHP geredet *hust*
Mein Weblog lief schon eine Weile in einem Unterverzeichnis einer anderen Domain, als ich ihm eine eigene Domain spendieren wollte. Dazu brauchte ich aber natürlich erstmal einen Namen. Eine populäre Nachrichtenquelle für IT-News war damals Slashdot.org oder kurz „/.“. Den Namen habe ich zu „Schrägstrichpunkt“ eingedeutscht und für gut befunden. Ja, er ist für Telefongespräche oder Podcasts ähnlich schwer wie slashdot.org: „h t t p Doppelpunkt Schrägstrich Schrägstrich w w w Punkt Schrägstrich Punkt Punkt de“. Zum Glück kann man das heute abkürzen 🙂
Nun fehlte mir noch ein Titel. „Schrägstrichpunkt“ fand ich, aus welchen Gründen auch immer, nicht genug. Slashdot verwendet den Zusatz „News for Nerds, Stuff that matters“. Daraus wurde im IRC dann „Neues für Nerze, Stoff für Mettwurst“. Man glaubt es kaum, aber es hat keinerlei tiefere Bedeutung 🙂 Irgendjemand in #php.de bastelte mir dann noch das Logo mit dem Nerz auf der Mettwurst und fertig war mein neues Blog.
Bleibt noch der Untertitel „Das Weblog, das nicht KQE ist“. Jens, einer der seriösesten Chatter in #php.de, der selten bis nie Offtopic wurde, eröffnete irgendwann 2003 sein eigenes Blog „Ihre Hoheit informiert – Amtliches Blatt für Mögiges“ unter kqe.de. Um mein Blog davon abzugrenzen, gabs irgendwann den Untertitel. Anfangs hieß er anders und wollte ich ihn gelegentlich ändern, aber er blieb, wie er war und daran ändert sich wohl auch nichts mehr.
Ich habe übrigens schon öfter mal daran gedacht, den Namen und/oder die Domain zu ändern. Letztendlich hat der kuriose Name gewonnen. Und irgendwie ist er ja auch einzigartig.
Wer beim Geocaching nicht nur zu den Koordinaten rennt, sondern auch gelegentlich Listings liest, der stößt früher oder später auf Aussagen wie „bring deinen Gründel mit“ oder „vor Ort kann dir der Gründel helfen“. „Der Gründel“ ist eigentlich Markus Gründel. Da der aber natürlich nicht ständig mit jedem zum Cachen gehen kann, hat er praktischerweise ein Buch geschrieben, für das sich auch die Bezeichnung „der Gründel“ eingebürgert hat. Ursprünglich hieß dieses Standardwerk „Geocaching: Basiswissen für Draussen“, inzwischen lautet der Titel „Geocaching I – Alles rund um die moderne Schatzsuche“.
Wie der Titel schon vermuten läßt, gibt es auch einen zweiten Teil (und auch einen dritten), der sich mit Mysterys und deren Lösung beschäftigt: „Geocaching II von Mysterys, Rätseln und Lösungen“. Markus Gründel hat sich hierfür mit Steven Ponndorf zusammen getan, der mit über 1700 gelösten Mystery-Caches mehr als genug Erfahrung mitbringt.
Dieses Buch ist aktuell in einer neuen Auflage erschienen und wurde mir vom Conrad Stein Verlag netterweise zur Rezension zugeschickt. Vielen Dank dafür! Die Rezension gibt wie üblich meine persönliche Meinung wider und muß nicht zwingend mit der Meinung des Verlags übereinstimmen.
Sie wollen, daß ich Ihr Produkt hier in meinem Blog bespreche? Die Voraussetzungen finden Sie hier.
Teil 1 – Rätsel finden, verstehen und lösen
Dieser Teil nimmt mit gut 55 Seiten den größten Platz im Buch ein, was absolut Sinn macht. Denn bevor man das Rätsel nicht gefunden, verstanden und gelöst hat, braucht man nicht daran zu denken, was später draußen passieren wird. Zu Beginn wird kurz angesprochen, was ein Mystery-Cache überhaupt ist. Auch auf als Mystery gelistete Boni und Challenge-Caches wird eingegangen.
Nach einer kurzen Vorstellung diverser Tools (Leetkey, Exif-Viewer etc.) geht es in die Vollen: Listing auseinandernehmen, markante Stellen im Quelltext durchsuchen, verschiedene Zahlen, Schriften und Symbole übersetzen. Es geht um Grafiken und sogar um Töne, in denen sich Hinweise verstecken können, Barcodes und Zahlenspielereien, sprich: Viel Wissen, das einem schon beim nächsten Rätsel helfen kann.
Auf über 10 Seiten werden verschiedene Chiffren vorgestellt, von der bekannten und recht einfachen Caesar-Verschlüsselung, über Vigenère bis hin zu Base64. Und was ich sehr gut finde: Auch, wie man diese erst einmal erkennen kann, bevor man sich an die Entschlüsselung macht.
Alles in Allem ein vollgepacktes Kapitel, das einen mit vielen verschiedenen Möglichkeiten vertraut(er) macht, die einem bei Rätsel-Caches über den Weg laufen können. Und zu guter Letzt informieren die Autoren über die Besonderheiten beim Legen eines Mysterys.
Teil 2 – Tipps und Tricks mit dem GPS
Teil zwei gibt einen kurzen Überblick über Koordinaten ansich, bevor dann auf Funktionen eines GPS-Gerätes eingegangen wird, die man meist unterwegs immer mal wieder braucht: Wegpunktprojektion und Schnittpunktbildung. Das ersetzt natürlich nicht das Handbuch des eigenen GPS-Empfängers, gibt aber eine Vorstellung davon, was einem draußen „passieren“ kann und wie man das Problem dann lösen kann.
Hier hätte ich mir gewünscht, weg vom GPS-Gerät zu gehen und in der Theorie zu bleiben, weil sich die Geräte doch unterscheiden und gerade Anfänger verwirren könnten. Oder anhand der Thematik noch auf diverse Apps bzw. auf Flopps Karte einzugehen, mit der eine Wegpunktprojektion am heimischen PC möglich ist.
Teil 3 – Schlüssel von A bis Z
War das Buch bisher noch etwas, das man wirklich „lesen“ konnte, so ist der dritte und letzte Teil rein zum nachschlagen: Etliche Alphabete, Verschlüsselungsmethoden, Zahlensysteme, Periodensystem und so weiter finden sich auf fast 50 Seiten. Klar, man kann das heutzutage alles als App auf dem Handy dabei haben. Aber manchmal will man einfach lieber Papier in der Hand haben.
Fazit
„Geocaching II von Mysterys, Rätseln und Lösungen“ richtet sich eher an Anfänger, wirkliche Rätsel-Profis werden wenig Neues entdecken. Meiner Meinung nach macht das aber nichts, denn man hat viel Wissen komprimiert in einem Buch und eben nicht in vielen Apps oder auf vielen Webseiten.
Das Buch ist (noch) kein Standardwerk und ich bezweifle auch, daß ich in irgendeinem Listing „bring deinen Ponndorf-Gründel mit“ zu lesen bekommen werde. Das macht aber gar nichts. Denn dieses Büchlein ist einfach ein solides Nachschlagewerk für Cacher, die gerne rätseln. Es wiegt quasi nichts und passt in jede Jackentasche. Trotz einer Fülle von Apps werde ich mir „Geocaching II“ ins Handschuhfach legen. Denn ich stand schon an einem Cache, wo ich „den Gründel“ dringend gebraucht hätte, mit „Geocaching II“ wäre es vielleicht noch schneller gegangen.
Weitere Informationen
Steven Ponndorf und Markus Gründel
Geocaching II – von Mysterys, Rätseln und Lösungen
Conrad Stein Verlag
128 Seiten
9,90 €
ISBN: 978-3866864283
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