Die tiefste Metrostation der Welt: Arsenalna in Kiew

Wie schon geschrieben, war ich vor einigen Wochen ein paar Tage in der ukrainischen Hauptstadt. Wie jede Stadt hat auch Kiew ein paar interessante Besonderheiten.

Obwohl ich sonst nicht so der wahnsinnige ÖPNV-Fan bin, eine Fahrt mit der Metro, der Київський метрополітен, gehört zu einem Besuch einfach dazu. Schon alleine, weil die Metrostationen für jeden, der sich für sowjetische Architektur interessiert, Pflicht sind. Als Beispiel sei hier die Station Soloti Worota (Золоті ворота) mit ihren Kronleuchtern und Mosaiken genannt, die ich 2017 besucht habe.

Ach und günstig ist das Verkehrsmittel mit aktuell gerade einmal etwa 27 Cent (8 UAH) auch. Zeit und Länge der Fahrt sind dabei nicht beschränkt. Bezahlt werden kann entweder über eine kontaktlose, aufladbare Karte, auf die man vorher am Automaten Tickets buchen muss oder direkt am Drehkreuz per Kreditkarte.

Tief, tiefer, Arsenalna!

Neben der Architektur gibt es in der Kiewer Metro noch eine Besonderheit: Die Station Arsenalna (Арсенальна), die tiefste Metrostation der Welt.

Die wirklich tiefste? Angeblich liegt je nach Quelle eine der Stationen oder auch die ganze Metro der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang mindestens 100, teilweise sogar 150, Meter unter der Erde. Aber wer weiß das schon so genau?

Also gehen wir aktuell davon aus, dass keine andere Metrostation so tief ist wie Arsenalna, die 105,5 Metern unter der Erdoberfläche liegt. Wer sich das schwer vorstellen kann: Die Freiheitsstatue in New York ist inklusive Sockel etwa 93 Meter hoch, die Mutter-Heimat-Statue in Kiew kommt mit 102 Metern schon fast hin. Oh, und das immer wieder gerne als Maßeinheit benutzte Fußballfeld ist meist ziemlich genau 105 Meter lang.

Ich habe ein Video aufgenommen, das die Fahrt mit der Rolltreppe bis zum Bahnsteig zeigt. Wie lange die dauert? Das kannst du selbst sehen, ich habe einen Timer mitlaufen lassen.

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Warum aber ist die Station so tief unter der Erde? Die einfache Antwort: Topografie. Die nächste Station in Richtung Osten, Dnipro, liegt quasi auf Meereshöhe, nämlich auf einer Brücke über den namensgebenden Fluss Dnepr. Der Eingang zur Station Arsenalna, also das Straßenniveau, dagegen befindet sich auf einem Hügel, sodass die Höhendifferenz eben etwa 105 Meter beträgt. Quasi der nette Nebeneffekt, den auch viele der Metrostationen in anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion haben, ist, dass sie als Schutzbunker genutzt werden können.

Fakten zur Metrostation Arsenalna

Impressionen aus der Metro

IKEA Werbung in der Pariser Metro

Eine sehr coole Werbeidee von IKEA gibts zur Zeit in einigen Stationen der Pariser Metro zu sehen: Werbung an die Wand, Sofas davor.

Testen kann man die Sofas „Ektorp” und „Karlstad“ noch bis 24. März in den Metrostationen St. Lazare, Champs Elysées Clémenceau, Concorde und Opéra.

Wer mal in den Metrostationen gesessen ist, wird dem Möbelkonzern danken. Diese Plastikschalen sind alles, aber nicht komfortabel.

Via Freshhome.

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