Mein Geocaching-Rückblick 2018

Eigentlich könnte dieser Blogeintrag recht kurz ausfallen, wenn man rein die Zahlen nimmt: 2759 Funde an 163 Cachtetagen. Ergibt 7,6 pro Kalendertag, 52,9 pro Woche, 230,1 pro Monat. 6 Dosen ausgelegt, 6 Events veranstaltet. Ende.

Das wäre aber natürlich etwas zu langweilig und ich könnte auch keine Caches empfehlen, die mir in diesem Jahr besonders gefallen haben.

Wie schon Anfang der letzten Jahre habe ich mir die Mühe gemacht und meine Highlights 2018 herausgesucht, auch wenn das dieses Mal etwas länger gedauert hat. Und das waren einige!

Januar
Entgegen den letzten Rückblicken fängt dieser nicht wie folgt an: Es ist seit 2015 Tradition, im Januar irgendwo hinzufliegen und dieses „irgendwo“ cachenderweise kennenzulernen. Dieses Jahr wurde nämlich nicht geflogen, sondern gefahren. Denn im Januar 2018 ging es nur nach Coburg. Die Spielenden Zahlen warteten. Da das ja eher Masse als Klasse ist, gibt es außerdem wenig zu empfehlen. Aber #24 Adventskalender SW – Der Christbaum brennt! ist definitiv einen Besuch wert.

Februar
Nach der doch etwas höheren Fundzahl im Januar, ließ ich es im der Februar sehr langsam und gemächlich angehen. Diesen Monat habe ich so wenig Caches wie schon lange nicht mehr gefunden. Nett gemacht war ❄ Let it snow… ❄.

März

15 Länder in 24 Stunden - Die Route
15 Länder in 24 Stunden – Die Route

Im März stach eine kleine Lost-Place-Tour  in den Osten heraus, die eigentlich mehr Tour als Lost Place war. Dafür habe ich einige schöne Caches finden können. Highlight waren Schüleröfen (LP), Wilschdorfer Gruselhäuschen und Tag der offenen Tür !!!.

Ende des Monats ging es dann darum, einige Länder in kurzer Zeit zu besuchen. Nämlich 15 in nur 24 Stunden. Auf der Anfahrt nach Holland haben wir uns die Goonies Caches Goonies Revenge: BLOOD, Goonies Revenge: THUNDER und vor allem Goonies Revenge: RODEO genauer angeschaut. In den Niederlanden war die Letterbox am Drei-, nein, eigentlich Vierländereck Vier Länder Letterbox am Dreiländerpunkt.

Auf der Tour an sich gab es gezwungenermaßen wenig cachetechnische Überraschungen, Welcome to Switzerland war aber cool gemacht.

Einen FTF konnte ich bei Romantischer Schweiß verbuchen.

April
Da wir ja aus Polen auch wieder zurück nach Hause mußten, haben wir auf dem Weg ein paar Dosen eingesammelt und nach dem Abendessen in Pilsen noch den Virtual Spejbl a Hurvínek besucht.

Mitte des Monats ging es schon wieder weg, dieses Mal länger und weiter: Eine Umrundung von Island war geplant. Die Insel steckt voller toller Orte und passenden Caches. The Golden Circle, ein Wherigo (der einzige in Island), der einen den Golden Circle (Þingvellir, Geysir Strokkur und Gullfoss) abfahren lässt und ein überraschendes Final hat. Der Seljavallalaug Virtual Cache bringt einen zu einem Schwimmbad in einer Schlucht, das von warmem Wasser direkt aus dem Berg gespeist wird. GLJUFURARFOSS CANYON (ICELAND) liegt nur wenige hundert Meter neben dem Wasserfall Seljalandsfoss, wird aber nur von wenigen Menschen besucht.

Skógafoss
Skógafoss

Eigentlich kann man alle tollen (Earth-)Caches einfach aufzählen: The geology of Dyrhólaey, Stuðla­berg Hellar (Basalt Caves), die Gletscherlagune JÖKULSÁRLÓN (ICELAND) und das Geothermalgebiet Hverir Iceland. Dimmuborgir diente als Inspiration für die Band, allerdings das Lavafeld, nicht der Cache mit der tollen Aussicht auf den See. Und ganz in der Nähe gibt es mit Hverfjall – Mývatn etwas einmaliges: Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, auf einem Tuffkrater zu laufen und dabei auch noch zu cachen? Genesis of Goðafoss ist einer von unzähligen Wasserfällen und trotzdem einen Besuch wert. Sehr beeindruckend. Hjalteyri hat Lost Place Charakter. Blueberry Labyrinth ist ein wirklich interessant gemachter Mystery-Multi mit einer überraschenden Final-Location. In a crevice among some large rocks … ist eine Hommage an den allerersten Cache in Island. Einer der wenigen Caches in Island, an dem es ziemlich vermuggelt ist. Um MINOR zu finden, muß man zur richtigen Zeit kommen: Die Lok wird mitsamt Cache über den Winter eingemottet. Gróttuviti ist eine schöne kleine Insel vor Reykjavik, auf der man beim Cachen ein Auge auf die Gezeiten haben sollte. Am Ende der Reise gab es mit Laugarás sogar noch einen FTF in Island.

Mai

Im Mai finden ja traditionell Megaevents statt, die mich in diverse Gegenden führen. Dieses Mal ging es nach Idar-Oberstein und von dort aus natürlich auf Dosensuche. Da ich schon Mittwochs angreist bin, hatte ich Zeit auch in Belgien cachen zu gehen. Neben einem Besuch im Museum gab es natürlich einige

Reste eines Schützenlochs
Reste eines Schützenlochs

Caches an Schauplätzen der Ardennenschlacht. Es gibt eine Nuts!-Reihe, NUTS ! : „E“ Company hat mir gefallen. Auch Fans der grandiosen Serie Band of Brothers kommen auf ihre Kosten: Band of Brothers – Bastogne – Part 6 zeigt einem unter anderem die Reste der Schützenlöcher im Wald. Alles in Allem Geschichte pur. Tatort Ardennen dagegen ist ein knackiger Mystery rund um eine Tatortfolge.

Nächstes Mega, nächste Anfahrt, nächstes Ausland: Erstmal gings ins (deutsche) Vogtland, wobei man dort quasi ständig zwischen Deutschland und Tschechien pendelt. Auf der Hinfahrt besuchte ich den Challenge-Cache Europa-Tour 12-24, der ein wirklich cooles Versteck aufweist, und die 1. Hofer Samenbank, deren Besuch sich auch lohnt. Rund um den Megaevent haben mir Raumfahrt im Vogtland, Top of Czech Geowest (1244 m), ZBV – listel – Auf einen Sprung … und vor allem Extrem Buswarting sehr gefallen. Und auf der Heimfahrt kam ich noch in den Genuß eines der besten Caches in der Tschechischen Republik: Dacinka Home Videocache.

Juni

Auch im sechsten Monat des Jahres war ich in Sachen Megaevent unterwegs. Rund um das Bratwurstland besuchte ich die Wartburg mit dem Cache Weltkulturerbe Wartburg – Worldheritage Wartburg, wurde vom Final von Annuschka – (Ein normaler Tradi?) überrascht und hatte meinen Spaß beim Dreh mich Cache. Geschichte und Lost Place zusammen konnte ich mir bei niemand hat die Absicht ein Gästehaus zu bauen anschauen. Und eine wirklich witzige Letterbox ist Haialarm.

Gästehaus des DDR-Ministerrates
Gästehaus des DDR-Ministerrates

Mitte des Monats jagten wir 101 Dalmatinern rund um Prag hinterher. Natürlich blieben das nicht die einzigen Funde, aus dem Rest stachen Tim Burton soundtracks und Postovni schranka (Praha) hervor. Vaclavske namesti ist eine unglaublich dreiste Dose, die da direkt am Wenzelsplatz hängt. Auf der Rückfahrt haben wir uns noch die Letterbox Berounske opevneni – letterbox & TB hotel angeschaut, die ein überraschendes Final hat. Oder auch nicht, wenn man das Listing richtig liest.

Einen FTF im Rudel gabs noch beim Eventdösle.

Juli

Im Juli war ich recht wenig auf Dosensuche. Trotzdem gibt es natürlich ein paar Exemplare, die ich hier hervorheben kann: ? Das Karnickel TB-Hotel ? ist ein Mystery, bei dem wirklich alles paßt. Vom Rätsel bis zum Final sehr stimmig.

Auf einem Kurztrip in die Schweiz hatten wir viel Spaß bei Endstation und vor allem bei RehCac: Highway Killer, der auch der Grund für den Ausflug war. Ein sehr spannender Auto-Multi mit einem sehr sehr überraschenden und sehenswerten Final.

August

Stiflser Joch
Stiflser Joch

Nachdem ich mich überreden lassen habe, das Mega in Kassel zu besuchen, ging es an die Planung. Auf der Hinfahrt habe ich mit Knoff-Hoff I, Knoff-Hoff II und Knoff-Hoff III drei wirklich knifflige Basteleien gefunden, die teilweise zwischen Spaß und Verzweiflung pendelten. Ein Virtual der etwas anderen Art ist Wo ist denn nun der Mittelpunkt Deutschlands?, der diese Frage aber auch nicht abschließend klären kann. Rund um das Mega haben mir die beiden Letterboxen Cache and Camp und Welt der Brüder Grimm sehr gefallen. Und auf dem Heimweg lohnte sich der Stop bei der Pilger Pause für ein ungewöhnliches Logbuch.

Wieder daheim kam ich nicht wirklich viel zum cachen, der ?-Cache war aber wirklich ein Hammer 🙂 Wenige Tage später ging es schon wieder auf Tour: Das Stilfser Joch wartete. Witzig gemacht war die Die Maus vom Klinkerhaus und auch Grünschnabels Galton ist eine tolle Bastelarbeit. Auf dem Joch fand ich die Aussicht an der Tibet Hütte genial. Das Ziel war dann die Dreisprachenspitze, die gar nicht so einfach zu erklimmen war.

Nachdem ich das Wochenende danach auf dem Weg zum Event am See etwas Kabelsalat entwirren mußte, war etwas Ruhe angesagt. Denn ein paar Wochen später wurde in Frankfurt gecacht und dabei Abus sowie Luftbrückendenkmal (Virtual Reward) für gut befunden. Der Grund für den Besuch am Main war die Reise nach Georgien, Armenien und Aserbaidschan.

September

Fund!
Fund!

Der September war etwas ruhiger als die vergangenen Monate. Daher gibt es auch wenige Dosen herauszuheben. Auf der GAGA-Reise waren das die Letterbox Fire in the hole! und der Wherigo Akhtala Reverse Cache. In der Homezone hat mir Leitplanke mit Stil – Bittenfeld Edition gefallen.

Oktober

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und der Tag der Deutschen Einheit bringt ein wenig Urlaub. Leider nicht die ganze Woche, daher wurde aus einer längeren Tour zwei kurze. Der erste Teil führte mich nach Verdun, wo ich das Beinhaus von Douamont besuchte und den dazugehörigen Virtual PAX loggte. Auf dem Rückweg fuhren wir über Luxemburg, was den Fund von Insekten-TB-Hotel und Zack die Maus zur Folge hatte, beides sehr schöne Bastelarbeiten.

Die zweite Kurztour ging in die andere Richtung: In Sachsen-Anhalt waren wir hauptsächlich wegen Die Rache des Puzzlemörders (LP), wo uns der Owner einmal mehr erstaunt hat. Und ich konnte endlich beenden, wovon ich 2014 vom Fieber abgehalten wurde: 2048 – Freiheit ist alles! (LP), ein wirklich toller Lost Place.

Mitte des Monats besuchte ich ein Wochenende lang das Elsaß, wo ich mich neben dem Besuch des Geobretzel-Megas auch an Le Lion de Belfort – Virtual Reward und TB HOTEL – La cité Dolfus erinnern werde.

Kreuze in Verdun
Kreuze in Verdun

Die Fundzahlen schnellten in die Höhe, der Ehemalige Landkreis Waldeck war das nächste Ziel. Neben Masse gibt es in der Gegend aber auch Klasse, zum Beispiel das TB – Hotel 9834 Schloss Welda. Und zum Abschluß sogar noch einen wirklich tollen Lost Place, was man im Westen ja eher selten findet: Stationen der Lokbehandlung -LP-

November

Der November brachte das letzte Mega in diesem Jahr, weswegen ich mich auf den Weg nach Köln machte. Schon auf dem Hinweg fand ich das witzige Playboy Mansion und das doch etwas knifflige „Rocket Pig“.

Ein Ausflug durch diverse Landkreise  nach Holland und Belgien lief natürlich nicht ohne ein paar tolle Caches ab. Die Zeitungsredaktion ( TB-Hotel ) war vom Cache bis zum Logbuch absolut stimmig. Über Die Wahrheit über die grünen Chapelmonster kann man eigentlich nicht viel sagen. Das muß man einfach erlebt haben. Wenn man in Maastricht ist, kommt man eigentlich nicht um den Cache mit den meisten Favoritenpunkten in den Niederlanden herum. „van Kluis tot Kookhuis“ bedeutet in etwa „vom Tresor zum Kochhaus“ und beschreibt den Cache ganz gut.

Ohne Geschichte geht es nicht! Ein Besuch auf dem Netherlands American Cemetery and Memorial war dank des Multis R*E*S*P*E*C*T!!! und des Virtuals NEVER FORGET! Pflicht und hat sich gelohnt. Auch die Reste der Höckerlinien sind immer wieder interessant. Und wenn man mit Panzersperre Kinkebahn (Westwall) noch einen Cache suchen kann, umso besser!

Der Weg zurück in den Süden wurde durch einige Dosen und einen Ausflug auf den Drachenfels unterbrochen. Die Dreirad-Straßenwalze muß hier genannt werden und natürlich auch der uralte Virtual The Eye of the Dragon mit einem tollen Ausblick auf den Rhein.

Kaum wieder Zuhause konnte ich die FTFs bei Stadtarchiv Stuttgart und Nursery Rhymes verbuchen.

Dezember

Schnitzeljagd in Aying (Symbolbild)
Schnitzeljagd in Aying (Symbolbild)

Im letzten Monat des Jahres 2018 wurde ich nach Bayern eingeladen. In der Gegend rund um Aying kann man wirklich viele extrem toll gemachte Dosen suchen. Ich will hier eigentlich gar keinen Cache groß hervorheben, daher meine Highlights vom Team Aying: TB-Landhotel Hofolding (Eines der coolsten TB-Hotels, die ich bisher gefunden habe), Schnitzeljagd (Der Name ist hier Programm!), Ayinger Bräustüberl (Sehr passende Logmöglichkeit), Der Dosomat (Witzige Idee), Am seidenen Faden (Dreist gemacht), Gut zu Vögeln ?彡 (Ein Vögel-Multi), Ayinger Dosenfischen #1 ? (Auftakt einer Reihe von etwas anderen Angelcaches), Ayinger Dosenfischen „Catch of the day“ ? (Bonus der Reihe, eine abnormal geniale Bastelei!). Für eine tolle Abendunterhaltung sorgte der Nacht-Wherigo Sherlock – Der Hund von Baskerville.

Nachtcachen ist im Winter eh immer gut, weil es so früh dunkel wird. Das brachte uns auch auf die Idee, nach Augsburg zu fahren und den tollen NC Batman – Auxburg Asylumn (NC) anzugehen. Sehr schön gemacht! Einen coolen Abschluß des Jahres bildete Brummis unerwünscht! mit einem sehr überraschenden Final.

Das wars. Mein Geocaching-Jahr 2018. Vielleicht findet sich ja die eine oder andere Anregung für andere Cacher darunter.