#standwithukraine

Ihr mögigen Austria-Cops

Die österreichische Polizei in Salzburg ist lustig. Wir stehen unweit vom Cave Club und machen uns gerade fertig für die Hell or Heaven 10. Ein Streifenwagen fährt vorbei und der Fahrer schaut etwas komisch durch die geöffnete Scheibe. Also bin ich mal höflich und frage, ob wir denn da auch wirklich parken dürfen. Parken wohl schon, aber nicht rumstehen. Ich erwiderte, daß wir gleich gehen würden. Auf die Frage wohin, habe ich sinnigerweise mit „Cave Club“ geantwortet.

Und schwupps wurde im Hirn des Beamten die Standardgleichung „Junge Leute, Tattoos, Piercings, Techno == Zwei Autos voller Drogen“ durchgerechnet. Gut, wir haben Zeit und sowieso keine Drogen, aber bitte. Führerschein, Fahrzeugpapiere, Ausweise. Im Smalltalk erfährt man dann so Sachen wie z.B., daß österreichische Bürger keine Ausweispflicht haben.

Ich dachte, die ziehen ihr Standardprogramm durch. Ich wurde wie üblich gefragt, wieso ich sage, daß das mein Auto ist, im Schein aber der Name meiner Mutter steht. „Aha, steuerliche Gründe“ sagte der Beamte. Nun ja, eher versicherungstechnische, aber okay. Daß die ernsthaft unsere Namen (und, soweit ich mitgehört habe, nur die von uns Männern, nicht die der Mädels) durchgegeben haben fand ich lustig. So kann ich mir zumindest sicher sein, daß ich in .at nicht gesucht werde 😉

Während der ganzen Sache bakam ich aber dann doch noch etwas Panik: Wohin mit der Kippe, die da in meiner Hand abbrannte? Ins Auto (und damit zum Aschenbecher) durfte ich ja nicht. Wer weiß, vielleicht hätten die mich dann auf der Flucht erschossen. Schmeiss ich die also auf den Boden? Kostet sowas in Österreich? Ach, egal, zur Not hätte ich die halt aufheben müssen. Scheint aber niemand gekratzt zu haben.

Dann die Frage, auf die ich gewartet habe (nun ja, eigentlich wartetet ich auf „Haben Sie Drogen dabei?“): „Übernachten Sie in Salzburg?“ Nein, natürlich nicht, wir wollten gegen 4 wieder die Heimreise antreten. „Aha, Sie wollen aber doch sicher Alkohol trinken“. Klar, habe ich auch. Nur ich bin ja dann auch nicht mehr gefahren. Zu weiteren Fragen (oder Durchsuchung der Autos) kams nicht mehr. Denn den lieben Cops scheints auch nur langweilig gewesen zu sein. Kaum kam ein anderer Funkspruch, waren sie weg.

Liebe Polizeibeamte der Republik Österreich und aller anderen Länder: Ich habe grundsätzlich keinerlei Drogen außer Zigaretten und evtl. Alkohol im Auto bzw. bei mir. Ihr könnt gerne mein Auto auf den Kopf stellen (solange ihrs danach wieder aufräumt!) aber ihr verschwendet nur eure Zeit. Selbst wenn ihr mitbekommt, daß ich auf eine Techno-Party (was Hardcore ist, wissen die eh nicht bzw. denken, ich geh auf ne P0rn-Party…) gehe, dazu gehören keine Drogen. So sorry, den Gefallen tu ich euch nicht. Wer nur mit Drogen feiern kann ist sowas von arm. Drugs are bad, mkay?

Jetzt sammer ohne Trainer

Der VfB hat Trainer Matthias Sammer beurlaubt. Laut Präsident Staudt wurde „heute Morgen in beiderseitigem Einvernehmen beschlossen, künftig getrennte Wege zu gehen“.

Irgendwie gut aber irgendwie schade. Wieder einmal wird ein Trainer gegangen, weil die Mannschaft nicht kämpft. Auf der anderen Seite hätte Sammer meiner Meinung nach mehr reinhauen müssen. Und eine andere Taktik nehmen müssen. Der VfB kam meistens durch die Mitte und war so viel zu berechenbar. Über die Außen ging zu wenig. Ich würde 4-3-3 oder sogar 3-4-3 spielen lassen. Aber gut, auf mich hört eh niemand und ich gewinne lieber 4:3 als 1:0.

Man darf gespannt sein, wer auf der Liste der möglichen Nachfolger steht. Daum? Hitzfeld? Evtl. sogar Krassimir Balakov oder Günther Schäfer? Ich werde es wohl nicht sein, oder lesen hier die Herren Staudt, Briem oder Hundt mit? 😉

Update: Jetzt steht auch auf VfB.de was und die anderen Newsseiten nehmen das Thema langsam an.

Zwei Touristen in Straßburg

Fast hätte ichs vergessen. Meine Süße (die jetzt übrigens auch bloggt) und ich waren letzte Woche in Straßburg. Erst machten wir eine Rundfahrt auf der Ill, bei der leider das geschlossene (bei ~30° C) Schiff beim fotografieren störte. Quer durch die Altstadt bis hin zum ARTE-Sender und zum Europaparlament. Dann schauten wir uns das Münster an. Die Fotos, die was geworden sind, gibts auf Flickr.

Nach einem wirklich leckeren und nicht megateuren Essen bei Flam’s (was wirds da wohl geben? Richtig, Flammkuchen!) gings nach Mundolsheim zum Standardprogramm (Einkaufen im Cora). Nach einer Rückfahrt durch Feindesland auf der wir diverse Staus mitnahmen, kamen wir ziemlich kaputt daheim an. Hat sich alles in Allem auf jeden Fall gelohnt, mal Tourist zu spielen.